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CDU-Spitzenkandidat Sack nach Wahlumfrage enttäuscht

Schwerin  

CDU-Spitzenkandidat Sack nach Wahlumfrage enttäuscht

09.09.2021, 07:16 Uhr | dpa

CDU-Spitzenkandidat Sack nach Wahlumfrage enttäuscht. Michael Sack

CDU-Spitzenkandidat Michael Sack (l) steht mit Philipp Amthor bei einer Wahlkampfveranstaltung. Foto: Stefan Sauer/dpa (Quelle: dpa)

Die jüngste Wahlumfrage von Infratest dimap zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt beim CDU-Spitzenkandidaten Michael Sack für Frust. "Die Zahlen sind sehr enttäuschend", sagte er am Donnerstag. In der repräsentativen Umfrage im Auftrag von NDR, "Ostseezeitung" und "Schweriner Volkszeitung", die am Donnerstag veröffentlicht wurde, kommt die CDU bei der Sonntagsfrage nur auf 14 Prozent und liegt damit weit abgeschlagen hinter der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (39 Prozent) und auch hinter der AfD (17).

Sack will die Wahlschlacht aber noch nicht verloren geben. Die Umfrageergebnisse seien für die Union im Nordosten "zusätzliche Motivation, auf den letzten Tagen bis zur Wahl noch ein paar Kohlen nachzulegen". Seine Partei sei überzeugt, dass die große Mehrheit der Menschen eine Politik der Mitte und der wirtschaftlichen Vernunft wolle. Solch eine Politik gebe es nur mit einer starken CDU, so Sack.

Schwesig sieht den Höhenflug ihrer Partei auch als Bestätigung ihrer Arbeit als Ministerpräsidentin. Umfragen seien aber noch keine Wahlergebnisse, gab sie zu bedenken. "Es geht um jede Stimme", betonte sie. Für den Grünen-Landesvorsitzenden Ole Krüger ist bereits klar, wer den Nordosten in den nächsten fünf Jahren führen wird. "Bei dieser Wahl geht es nicht mehr um die Frage, ob Manuela Schwesig Ministerpräsidentin bleibt, sondern um die Frage, ob echter Klimaschutz eine starke Stimme im neuen Landtag bekommt." Die Linke würden der Umfrage zufolge aktuell 10 Prozent wählen.

Die Grünen kommen nur auf 6 Prozent der Stimmen und liegen hinter der FDP (7). Das Thema Umwelt- und Klimaschutz - ein Kernthema der Grünen - liegt im Interesse der Befragten auch eher hinten. Als wichtigstes Problem im Land nannten sie den Bereich Schule, Bildung und Ausbildung. Danach folgen Arbeitsmarkt, Mobilität und Wirtschaft. Das Thema Umwelt- und Klimaschutz kommt erst auf Platz sieben.

Bei einer Wahlumfrage von Infratest dimap Mitte Juli hatte die SPD noch bei 27 und die CDU bei 23 Prozent gelegen. Die AfD kam damals auf 16 Prozent, FDP und Grüne lagen bei jeweils 7 Prozent. Schwesigs SPD konnte ihren Vorsprung also deutlich ausbauen.

Fast zwei Drittel der Befragten - 62 Prozent - zeigten sich in der Umfrage mit der Arbeit der jetzigen rot-schwarzen Landesregierung zufrieden bis sehr zufrieden. 55 Prozent wünschen sich, dass die nächste Landesregierung erneut von den Sozialdemokraten geführt wird. Würden Regierungschefs direkt gewählt, bekäme der Umfrage zufolge Manuela Schwesig 65 Prozent der Stimmen, nur elf Prozent würden sich für ihren Herausforderer Michael Sack von der CDU entscheiden und vier Prozent für den Spitzenkandidaten der AfD, Nikolaus Kramer.

Für die nächste Landesregierung wünschen sich die meisten Befragten eine Fortsetzung von Rot-Schwarz (43 Prozent). Rot-Rot fänden demnach 38 Prozent gut, Rot-Gelb 33 Prozent. Für Rot-Grün sprachen sich nur 28 Prozent aus. Dennoch kommentierte die Spitzenkandidatin der Linken, Simone Oldenburg: "Die Große Koalition hat abgewirtschaftet."

Für die Umfrage wurden telefonisch und online 1180 Wahlberechtigte aus Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum 2. bis 7. September befragt. Auch die Wahl-Präferenzen für den Bundestag wurden dabei abgefragt. Dabei kam die SPD auf 31 Prozent, die AfD auf 18, die CDU auf 16, die Linke auf 11, die FDP auf 9 und die Grünen auf 8 Prozent.

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