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Segen für Nebelhornbahn: Suche nach Lärmquellen geht weiter

Oberstdorf  

Segen für Nebelhornbahn: Suche nach Lärmquellen geht weiter

16.09.2021, 02:02 Uhr | dpa

Segen für Nebelhornbahn: Suche nach Lärmquellen geht weiter. Markus Söder

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nimmt am Parteitag der CSU teil. Foto: Peter Kneffel/dpa/archivbild (Quelle: dpa)

Fast vier Monate nach dem Saisonstart ist am Donnerstag die runderneuerte Nebelhornbahn in Oberstdorf eingeweiht worden. Die Sanierung der 1930 eröffneten Seilbahn in den Allgäuer Alpen hat nach Angaben der Betreiber rund 55 Millionen Euro gekostet, 11 Millionen Euro steuerte der Freistaat bei. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht: Der Hersteller sucht weiter nach Gründen, weshalb die Bahn bei vollem Tempo zu laut ist.

"Das ist nach wie vor ein laufender Prozess", sagte der Sprecher der Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen, Jörn Homburg. "Wir sind noch nicht ganz am Ziel." Zwar habe man die Resonanzgeräusche an einer Stütze im Tal, ein tiefes Brummen, inzwischen "eliminiert". Doch in der vergangenen Woche habe der Hersteller auf der Suche nach weiteren Lärmquellen wieder Teile ausgetauscht, sagte Homburg. Nun warte man auf die Ergebnisse der Messungen.

Erstmals aufgefallen waren die Geräusche beim Test der neuen Zehner-Gondeln im Frühjahr. Zwar lief die Seilbahn deutlich leiser als die vorherige Bahn mit Großkabinen, aber bei vollem Tempo wurden die zugelassenen Lärm-Grenzwerte überschritten.

Seit dem Saisonstart Ende Mai fährt die Bahn daher nicht so schnell, wie sie es eigentlich könnte: Statt mit gut 25 geht es nur mit knapp 20 Kilometern pro Stunde in Richtung Bergstation. Größere Probleme für Fahrgäste habe es dadurch aber bisher nicht gegeben, betonte Bergbahn-Sprecher Homburg. "Wir hatten bei weitem nicht mehr die Wartezeiten der alten Bahn. Und es ist auch nicht so, dass wir jetzt im Schneckentempo auf den Berg fahren." Dennoch werde weiter daran gearbeitet, die Lärm-Vorgaben auch bei vollem Tempo einzuhalten, sagte Homburg. "Wir sind guter Hoffnung, dass wir das schaffen."

Eingeweiht wurde die neue Bahn dennoch schon am Donnerstag. "Wir fahren heute ein bisschen langsamer, wir fahren sozusagen im Flüstermodus", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor dem Segen für die Seilbahn. Das Lärmproblem sei "eine der kleinen Herausforderungen, die wir aber, glaube ich, lösen werden". Das Geld des Freistaats aus dem Förderprogramm für Seilbahnen sei in der "Wiederauferstehung" der Nebelhornbahn dennoch gut angelegt.

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