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Juden in Neuss weihen neue Synagoge ein

Neuss  

Juden in Neuss weihen neue Synagoge ein

19.09.2021, 12:19 Uhr | dpa

Juden in Neuss weihen neue Synagoge ein. Einweihung der Synagoge in Neuss

Das Publikum verfolgt die Einweihung des Neubaus der Synagoge in der Stadt. Foto: Roberto Pfeil/dpa (Quelle: dpa)

Nach zwei Jahren Umbauzeit hat die jüdische Gemeinde in Neuss am Sonntag im Beisein von Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) ihre neue Synagoge eingeweiht. Die rund 600 Gemeindemitglieder seien froh, glücklich und stolz, mit dem "Alexander-Bederov-Zentrum", das die Synagoge beherbergt, wieder eine Heimat in Neuss zu haben, sagte Projektkoordinator Bert Römgens. Scharrenbach sprach in ihrer Rede von einem "mutmachenden" Tag, einem "Tag der Zuversicht und der Hoffnung".

Die mutmaßlichen Pläne eines 16 Jahre alten Verdächtigen, in Hagen einen Anschlag auf die dortige Synagoge zu verüben, hatten auch in Neuss Besorgnis ausgelöst. Man wolle sich aber am Tag der Eröffnung nicht die Freude und die positiven Gefühle nehmen lassen und in Beunruhigung verfallen, sagte Römgens. Die Gemeinde habe das neue Zentrum mit viel Herzblut und Tatkraft aufgebaut. Ob es besondere Sicherheitsvorkehrungen für den Bau gibt, sagte Römgens nicht.

Die frühere Synagoge der Stadt war in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstört und niedergebrannt worden.

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