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Frauenleiche in Hamm: Beschuldigter bestreitet Gewalttat

Hamm  

Frauenleiche in Hamm: Beschuldigter bestreitet Gewalttat

20.09.2021, 09:13 Uhr | dpa

Frauenleiche in Hamm: Beschuldigter bestreitet Gewalttat. Frauenleiche entdeckt

Einsatzkräfte der Mordkommission gehen nach dem Fund einer Frauenleiche den Ermittlungen nach. Foto: Markus Gayk/TNN/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Hamm bestreitet der weiter beschuldigte 27-Jährige nach Angaben seines Anwalts die Vorwürfe. Sein Mandant habe mit dem Tod des 25 Jahre alten Opfers nichts zu tun, sagte Rechtsanwalt Dennis Kocker am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte "Bild.de" berichtet. Sein Mandant sei am Sonntag in seiner Wohnung festgenommen worden. Er war am Montagabend wieder auf freien Fuß gekommen. Ein dringender Tatverdacht gegen ihn ließ sich laut Dortmunder Staatsanwaltschaft nicht begründen.

Der 27-Jährige sei aber nach dem Tötungsdelikt weiterhin Beschuldigter in dem Strafverfahren, erläuterte ein Behördensprecher. "Es wird weiter ermittelt, auch gegen den 27-Jährigen." Die teilweise entkleidete Leiche der 25-Jährigen war am Sonntag von einem Passanten in einer Grünanlage gefunden worden. Nach dem "Bild"-Bericht soll das Opfer missbraucht worden sein. Die Leiche habe mehrere Stichverletzungen aufgewiesen, ein Stich sei mitten ins Herz gegangen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das nicht. Eine Obduktion hatte ein "gewaltsames Todesgeschehen" ergeben. Die Ermittler äußerten sich weiter nicht dazu, wie die Frau starb und ob sie vor ihrem Tod sexuell missbraucht wurde.

Anwalt Kocker schilderte, es habe einen negativen DNA-Abgleich gegeben, also keine Spuren seines Mandanten am Opfer. Berichte, nach denen sein Mandant in der Nacht zu Sonntag Sex mit dem späteren Opfer gehabt habe, bestätigte er ausdrücklich nicht. Der 27-Jährige sei zwar in der besagten Nacht in einem Club gewesen und habe einvernehmlichen Sexualverkehr mit zwei ihm nicht weiter bekannten Frauen gehabt. Sein Mandant "vermute" aber, dass es sich dabei nicht um die später Getötete gehandelt habe. Staatsanwalt Felix Giesenregen sagte dazu, der 27-Jährige habe angegeben, dass ihm eine der beiden Frauen ihren Vornamen nannte, der mit dem des Opfers übereinstimme. Die Frauen sollten sich als Zeugen melden.

Zu Hinweisen, denen zufolge der 27-Jährige bereits vor längerer Zeit wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden war, machte Kocker keine Angaben. Giesenregen sagte, ob der Beschuldigte in dieser Richtung vorbestraft sei, werde aktuell überprüft. Derzeit liege darüber keine Information vor. Es seien "priorisiert Spuren ausgewertet worden, auch am Opfer". Dem 27-Jährigen seien keine Spuren zuzuordnen. Zu weiteren Details äußerte sich der Behördensprecher nicht.

Am Montag hatten Taucher stundenlang einen kleinen See am Tatort abgesucht - erfolglos. Die Ermittler hatten laut Staatsanwaltschaft gehofft, mit der Aktion auf weitere - nicht näher beschriebene - Beweismittel zu stoßen. Die Taucher hatten laut "Bild" eine mögliche Tatwaffe gesucht. An dem kleinen See am Oberlandesgericht waren Stofftiere, Kerzen und Sonnenblumen für das junge Opfer abgestellt worden.

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