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Nonnemacher ruft Ärzte zu Auffrischungsimpfungen auf

Potsdam  

Nonnemacher ruft Ärzte zu Auffrischungsimpfungen auf

21.09.2021, 16:31 Uhr | dpa

Nonnemacher ruft Ärzte zu Auffrischungsimpfungen auf. Ursula Nonnemacher

Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Gesundheit, gestikuliert. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbbild/dpa (Quelle: dpa)

Gemeinsam mit dem Ärzteverbänden hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) die Ärzte aufgerufen, bei Risikogruppen jetzt mit Corona-Auffrischungsimpfungen zu beginnen. Dies sei rechtlich möglich und geboten, auch wenn die entsprechende Allgemeinempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) noch ausstehe, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag zu dem Schreiben an die Ärzteschaft mit. Zuerst hatte die "Märkische Allgemeine" (Dienstag) darüber berichtet.

"Es ist wichtig, dass ältere Menschen und bestimmte Risikopatienten jetzt im Herbst eine Auffrischungsimpfung angeboten bekommen", erklärte Nonnemacher. Die rechtliche Einordnung sei vom Bundesgesundheitsministerium geprüft worden. "Alle Ärztinnen und Ärzte können mit den Auffrischungsimpfungen starten." Den Menschen aus den vulnerablen Gruppen, die Anfang des Jahres geimpft worden seien, müsse zügig eine Auffrischungsimpfung angeboten werden.

In dem gemeinsamen Schreiben mit Landesärztekammer, Kassenärztlicher Vereinigung und Hausärzteverband wird darauf hingewiesen, dass Studien eine abnehmende Immunität feststellten. Vom European Center of Disease Control (ECDC) werde eine Auffrischungsimpfung für vulnerable Gruppen in Deutschland dringend empfohlen. Daher könne insbesondere Menschen in Pflege- und anderen Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischem Personal eine sogenannte Booster-Impfung angeboten werden.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben bislang knapp 6200 Menschen in Brandenburg eine Corona-Auffrischungsimpfung erhalten. In Nordrhein-Westfalen wurden dagegen bereits mehr als 105 000 und in Berlin knapp 28.000 Menschen erneut gegen das Coronavirus geimpft.

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