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Untersuchungen nach Panne bei Kampfmittelsprengung in Meppen

Meppen  

Untersuchungen nach Panne bei Kampfmittelsprengung in Meppen

23.09.2021, 15:27 Uhr | dpa

Untersuchungen nach Panne bei Kampfmittelsprengung in Meppen. Sieben Verletzte nach Kampfmittelsprengung auf Bundeswehrgelände

Helfer bauen vor einer Klinik eine Dekontaminationsschleuse auf. Foto: NMW-TV/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach einem Unfall mit mehreren leicht Verletzten nach einer Kampfmittelsprengung auf einem Bundeswehrgelände in Meppen hat die Bundeswehr Untersuchungen angekündigt. Die Verletzten - Sprengmeister der Bundeswehr und externe Sprengmeister - konnten unterdessen das Krankenhaus in Meppen verlassen, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) in Meppen. Die Symptome seien schon nach wenigen Minuten verschwunden gewesen. Die Betroffenen hätten über laufende Nasen geklagt.

Am Mittwoch waren nach einer routinemäßigen Sprengung von Kampfmitteln auf dem Bundeswehrgelände sieben Menschen ins Krankenhaus gebracht worden. Bei sechs von ihnen handelte es sich um Sprengmeister, der siebte sei ein Fahrer gewesen, der aber das Krankenhaus schon am Abend wieder habe verlasse können, sagte der Sprecher. Die Menschen seien vorsorglich in die Klinik gekommen. Zuvor mussten sie von der Feuerwehr gereinigt werden.

Die Kampfmittelsprengungen stehen im Zusammenhang mit dem großen Moorbrand vor drei Jahren auf der Wehrtechnischen Dienststelle. Als eine Konsequenz aus dem Brand wolle die Bundeswehr nun einen Brandschutzstreifen zwischen dem Moor, der Tinner Dose, und dem benachbarten Ort Stavern anlegen, sagte der Sprecher der Dienststelle. Dazu seien bislang bereits zwei Tonnen Kampfmittel aus dem Moor geborgen worden. Die bisherigen Sprengungen seien alle ohne Probleme über die Bühne gegangen. Die Untersuchung, um was für Kampfmittel es sich am Mittwoch genau gehandelt habe, sei schwierig.

Nun solle die Bergung weitergehen, aber die Sprengungen würden bis auf Weiteres gestoppt, sagte der Dienststellensprecher. Die geborgenen Kampfmittel würden zunächst in Bunkern gelagert werden, bis Experten ihre Untersuchungen abgeschlossen hätten. "Das wird wahrscheinlich nächste Woche sein."

2018 war nach einem Munitionstest ein riesiger unterirdischer Schwelbrand entstanden, den die Bundeswehr lange Zeit nicht unter Kontrolle bringen konnte. In der unmittelbaren Umgebung zur Dienststelle wurde vorübergehend Katastrophenalarm ausgelöst.

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