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Göttingen: Evakuierung nach Blindgängerfund trifft 20.000 Menschen

Göttingen  

Evakuierung nach Blindgängerfund trifft 20.000 Menschen

07.10.2021, 17:21 Uhr | dpa

Göttingen: Evakuierung nach Blindgängerfund trifft 20.000 Menschen. Blindgänger-Bombenfund in Göttingen

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen hinter einem Absperrband. Foto: Swen Pförtner/dpa (Quelle: dpa)

In Göttingen ist eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Viele Menschen müssen ihre Häuser für die Entschärfung verlassen. Auch der Verkehr ist massiv betroffen.

Nach dem Fund eines Blindgängers in der Innenstadt von Göttingen müssen rund 20.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Rettungskräfte seien dabei, auch zwei kleinere Krankenhäuser, die in dem Sperrgebiet liegen, zu evakuieren, sagte Stadtsprecher Dominik Kimyon am Donnerstagmittag.

Dort sind insgesamt rund 130 Patienten betroffen, die nun in andere Kliniken in der Stadt verlegt werden sollen. Die Evakuierungsmaßnahmen sollen laut dem Sprecher voraussichtlich noch den ganzen Donnerstag über andauern. Erst wenn das Gebiet geräumt sei, könnten Sprengstoffexperten mit ihrer Arbeit an der Bombe beginnen, sagte Kimyon.

Bombenfund in Göttingen: Großer Umkreis wird geräumt

Bei Bauarbeiten am Auditorium im Stadtzentrum war am Donnerstagmorgen ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen rückte an und untersuchte die Bombe. Im Laufe des Tages solle entschieden werden, ob der Blindgänger vor Ort entschärft oder abtransportiert werden könne oder aber kontrolliert gesprengt werden müsse, sagte der Stadtsprecher.

Wegen des Blindgängers müssen große Teile des Göttinger Zentrums im Umkreis von 1.000 Metern um den Fundort evakuiert werden. Laut der Stadt sind die gesamte Altstadt sowie Teile des Ostviertels, der Nordstadt und westlich der Bahnlinie betroffen. Für Anwohner wurden Sammelunterkünfte eingerichtet. Dort werde auf Corona-Regeln geachtet, sagte Kimyon.

Verkehrsbehinderungen in Göttingen nach Fund von Weltkriegsbombe 

Der Verkehr rund um Göttingen kam durch die Evakuierung weitgehend zum Erliegen. Straßen um die Fundstelle wurden weiträumig gesperrt. Die Verkehrsbetriebe leiteten Stadt- und Regionalbusse um. Der Hauptbahnhof, der in der Nähe des Fundortes liegt, wurde für den Bahnverkehr gesperrt. Im Regionalverkehr von und nach Göttingen fielen Züge aus - ebenso im Fernverkehr. Göttingen liegt an der wichtigen ICE-Schnellstrecke Hannover-Würzburg. Einige Fernzüge wurden zudem über Altenbeken in Nordrhein-Westfalen umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich dadurch laut Bahn um 80 Minuten.

Göttingen hat bereits eine schlimme Erfahrung mit einer Bombenentschärfung gemacht. 2010 starben drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Landes Niedersachsen, als ein Blindgänger explodierte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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