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Amthor zu CDU-Vorsitz: Konsenskandidat ein "frommer Wunsch"

Schwerin  

Amthor zu CDU-Vorsitz: Konsenskandidat ein "frommer Wunsch"

08.10.2021, 17:32 Uhr | dpa

Amthor zu CDU-Vorsitz: Konsenskandidat ein "frommer Wunsch". Philipp Amthor

Philipp Amthor, Bundestagsabgeordneter der CDU. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Vorpommersche CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor erwartet bei der Suche nach einem neuen Bundesvorsitzenden der Partei harte Kämpfe. "Es ist ein frommer Wunsch, dass ein Konsenskandidat gefunden werden soll", sagte der 28-Jährige der "Schweriner Volkszeitung". Mit Personalvorschlägen hielt er sich zurück, auch zu den Chancen für eine neuerliche Kandidatur von Friedrich Merz, zu dem Amthor enge Kontakte unterhält. Dieser müsse zunächst für sich selbst entscheiden, ob er noch einmal antreten wolle. Der Merkel-Kritiker Merz war im Ringen um die CDU-Spitze zwei Mal gescheitert.

"Wir sollten uns jetzt zunächst über das Verfahren einigen, dann über die Person", sagte Amthor dem Blatt und votierte für eine breite Basisbeteiligung: "Dazu gibt es von Regionalkonferenzen bis zu einer Mitgliederbefragung eine große Auswahl an Möglichkeiten." Durch das Verfahren müssten Parteibasis und Führung wieder miteinander versöhnt werden. "Was die Partei jetzt braucht, ist Leidenschaft und Mut zur Erkennbarkeit und Unterscheidbarkeit", sagte Amthor dem NDR. Das Ziel eines nicht-polarisierenden Wahlkampfs sei zwar "hochanständig" gewesen, doch habe die CDU so die Unterschiede zu den politischen Mitbewerbern nicht aufzeigen können.

Seit der verlorenen Bundestagswahl steht der aktuelle CDU-Bundeschef Armin Laschet in der eigenen Partei massiv in der Kritik. Er kündigte an, einen geordneten Übergangsprozess moderieren zu wollen. An diesem Montag sollen Präsidium und Vorstand über seine Vorstellungen einer Konsenslösung beraten. Für die kommenden Wochen plant Laschet Gespräche mit den CDU-Landesvorsitzenden. Dabei werde es darum gehen, welches Profil der Kandidat oder die Kandidatin für den Vorsitz haben solle, hatte Laschet am Donnerstag gesagt.

An der Spitze der Nordost-CDU steht seit dem Rücktritt von Landtags-Spitzenkandidat Michael Sack kommissarisch Eckhardt Rehberg. Dieser ließ im Gespräch mit der "Schweriner Volkszeitung" erkennen, dass er Merz nicht für die erste Wahl halten würde. "Man muss heute schon an die Bundestagswahl in vier Jahren denken. Friedrich Merz ist dann 69 Jahre alt. Ich plädiere für eine zukunftsfähige und stabile Lösung", wird Rehberg zitiert.

Merz hatte in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" gesagt: "Ob ich nochmal für den Parteivorsitz kandidiere oder nicht, das ist eine Frage, mit der ich mich nicht abschließend beschäftigt habe." Eine erneute Kandidatur bei einer Kampfabstimmung auf einem Bundesparteitag schloss er aber aus. Er finde es richtig, "dass wir über Mitgliederbeteiligung sprechen".

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