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Antisemitismus-Beauftragter Schmutzler verlässt Ehrenamt

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Antisemitismus-Beauftragter Schmutzler verlässt Ehrenamt

12.10.2021, 15:13 Uhr | dpa

Antisemitismus-Beauftragter Schmutzler verlässt Ehrenamt. Antisemitismus-Beauftragter Schmutzler

Dr. Hansjörg Schmutzler während eines Pressetermins. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Zwei Jahre nach seiner Berufung zum Beauftragten für jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommerns hat der frühere Richter Hansjörg Schmutzler dieses Ehrenamt aus persönlichen Gründen abgegeben. Die auch für Kirchenfragen zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) bedauerte den Schritt und würdigte das Wirken des 70-Jährigen. "Gerade in Vorbereitung des Festjahres "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" hat er eine Vorreiterfunktion übernommen und mit dem gleichnamigen Verein einen Vertrag ausgearbeitet, damit hier in Mecklenburg-Vorpommern viele Vereine und Freunde des jüdischen Lebens Veranstaltungen organisieren können. Viele Bundesländer folgten diesem Vorbild aus Mecklenburg-Vorpommern", betonte die Ministerin. Bundesweit seien so mehr als 500 Veranstaltungen geplant worden, etwa 50 davon allein in Rostock.

Erst 1994 hatte das jüdische Leben in Mecklenburg-Vorpommern wieder spürbar zugenommen. Zugewanderte Juden aus der ehemaligen Sowjetunion gründeten in Schwerin und Rostock religiöse Gemeinden, die heute zusammen etwas mehr als 1000 Mitglieder zählen.

Die Landesregierung hatte Schmutzler im Oktober 2019 zum "Beauftragten für jüdisches Leben in Mecklenburg-Vorpommern und gegen Antisemitismus" berufen. Sie setzte damit unmittelbar nach dem Angriff eines Rechtsextremisten auf die Synagoge in Halle ein Zeichen gegen Hass und Gewalt und für die freie Ausübung der Religion. Nach den Worten Hoffmeisters wird Schmutzlers bisherige Vertreterin, die Referatsleiterin für Kirchen- und Religionsangelegenheiten im Justizministerium, Katja Ellenrieder, bis zur Neubesetzung die Aufgaben des Antisemitismus-Beauftragten wahrnehmen.

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