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Corona-Regeln: In drei Regionen keine Tests mehr nötig

Potsdam  

Corona-Regeln: In drei Regionen keine Tests mehr nötig

13.10.2021, 12:53 Uhr | dpa

Corona-Regeln: In drei Regionen keine Tests mehr nötig. Corona-Schnelltest

Ein Corona-Schnelltest wird in einer Teststation aufbereitet. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit den neuen Corona-Regeln in Brandenburg brauchen ungeimpfte Bürgerinnen und Bürger in drei Landkreisen keine Tests mehr für den Besuch von Gaststätten, Hotels, Theatern oder Schwimmbädern. Diese Testpflicht gilt seit Mittwoch nur noch ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35.

Unter diesem Wert lagen aktuell die Landkreise Havelland (30,4), Potsdam-Mittelmark (33,5) und die Uckermark mit dem niedrigsten landesweiten Wert von 16,9. Wenn die Zahl neuer Ansteckungen je
100 000 Einwohner in einer Woche die Schwelle von 35 unterschreitet, ist kein Test notwendig. Die Testpflicht galt bisher ab einem Wert von 20.

Die maximale Zahl der Besucher für eine Testpflicht oder entsprechende Nachweise bei Open-Air-Veranstaltungen wie Volksfesten, Jahrmärkten und Konzerten ist von 500 auf 1000 gestiegen. Damit will die rot-schwarz-grüne Landesregierung den Veranstaltern wegen des Kontrollaufwandes einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen. Die 2G-Regel, bei der Geimpfte und Genesene auf Abstandsregeln und Maskenpflicht verzichten können, wird von Gaststätten, Hotels und Clubs auf den Unterricht für Gesang- und Blasinstrumente ausgeweitet.

Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz kletterte derweil auf 50,5. Die Prignitz liegt mit 115,6 als einziger Kreis über der Schwelle von 100. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 276 neue Fälle, etwas mehr als vor einer Woche.

Unterdessen hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) Covid-19-Patienten mit lang anhaltenden Beschwerden (Long Covid oder Post Covid) dazu aufgerufen, Reha-Behandlungen in Anspruch zu nehmen. "Wir wollen aufklären und die Angebote bekannter machen, denn oft wissen Betroffene gar nicht, dass sie Reha-Leistungen in Anspruch nehmen können", sagte Nonnemacher. Auch Hausärzte sollten dies für ihre Patienten stärker in den Blick nehmen, betonte sie.

Dazu hat das Ministerium eine Webseite freigeschaltet, auf der neben Informationen zu den Langzeit-Erkrankungen auch die zwölf stationären Kliniken verzeichnet sind, die eine Post-Covid-Behandlung anbieten. "Die Deutsche Rentenversicherung hat uns signalisiert, dass sie großes Interesse hat, dass mehr Menschen mit Covid-Langzeitfolgen Anträge für eine Reha stellen", sagte die zuständige Referatsleiterin im Ministerium, Jouleen Gruhn.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation seien etwa zehn Prozent der an Covid-19 Erkrankten von Langzeitfolgen betroffen, sagte Nonnemacher. Das wären in Brandenburg mehr als 11 000 Menschen.

Allerdings seien nicht in allen Fällen die Beschwerden so gravierend, dass eine Reha notwendig sei, schränkte Oberärztin Annette Twietmeyer von der Sana Rehabilitationsklinik Sommerfeld in Kremmen (Oberhavel) ein. Dies könne nur vom behandelnden Arzt beurteilt werden. Zu den Langzeitfolgen gehörten Ermüdung, Konzentrationsstörungen, Atembeschwerden und verminderte körperliche Belastbarkeit.

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