Sie sind hier: Home > Regional >

Brandenburg rechnet mit mehr Ein- und Ausreisen bei Asyl

Potsdam  

Brandenburg rechnet mit mehr Ein- und Ausreisen bei Asyl

15.10.2021, 13:23 Uhr | dpa

Für die Zeit nach der Inbetriebnahme des geplanten Behördenzentrums für Ein- und Ausreise am Hauptstadtflughafen BER im Jahr 2025 rechnet Brandenburg dort mit einer steigenden Zahl von Asylsuchenden. Dies geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten der Linken, Andrea Johlige, hervor.

Demnach rechnet das Ministerium im Jahr 2025 mit 1500 Asylsuchenden. Deren Zahl soll sich bis 2040 auf rund 3000 verdoppeln. Über die Antworten der Landesregierung auf parlamentarische Anfragen der Linksfraktion zu diesem Thema hatte zuvor die "Märkische Allgemeine" (Freitag) berichtet.

Brandenburg will am BER ein Behördenzentrum einrichten, damit Ein- und Ausreiseverfahren von Migranten geordnet ablaufen. Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte angekündigt, dass dort Behörden des Bundes und Brandenburgs vertreten sein sollen. "Wir investieren deswegen in moderne Infrastruktur, um alle Aspekte der Migration, die an diesem Flughafen eine Rolle spielen, ordentlich, human und zügig umsetzen zu können."

Zu den Einreisen von Asylsuchenden kommen nach Schätzung des Innenministeriums im Jahr 2025 geschätzt rund 300 Fälle für das Flughafenasyl und 700 Einreisen von Menschen, die voraussichtlich aus humanitären Gründen Aufnahme in Deutschland finden. Auch diese Zahlen sollen nach den Prognosen bis 2040 auf 400 beziehungsweise 1000 Fälle steigen.

Gleichzeitig rechnet die Zentrale Ausländerbehörde mit einer wachsenden Zahl von Abschiebungen. Aus Brandenburg sollen im Jahr 2025 rund 150 Menschen abgeschoben werden und im Jahr 2024 etwa 250. Hinzu kämen 600 beziehungsweise 700 Fälle im Jahr von Menschen, die kurz vor ihrer Abschiebung in Gewahrsam genommen werden sollen und 600 beziehungsweise 900 freiwillige Ausreisen. Das Gewahrsam soll auch für Abschiebungen aus anderen Bundesländern genutzt werden.

Johlige kritisierte die Pläne für das Behördenzentrum vehement. "Vorrangig scheint es mir darum zu gehen, Abschiebungen effizienter zu organisieren", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem sei das geplante Zentrum auf einer Fläche von 4,4 Hektar völlig überdimensioniert. "Das würde den Landeshauhalt auf Jahre hinaus belasten", meinte sie. Sie schätzt die Kosten auf mehr als 100 Millionen Euro. Vom Ministerium gab es dazu noch keine Angaben.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: