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VNW setzt auf Landeshilfen bei bezahlbarem Wohnen

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VNW setzt auf Landeshilfen bei bezahlbarem Wohnen

21.10.2021, 14:42 Uhr | dpa

VNW setzt auf Landeshilfen bei bezahlbarem Wohnen. Wohnungen in Stralsund

Ein sanierter Plattenbau steht in Stralsund. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild (Quelle: dpa)

Vor der dritten Runde der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Linke am Freitag hat auch die Wohnungswirtschaft ihre Erwartungen an die künftige Regierung Mecklenburg-Vorpommerns formuliert. "Die größte Herausforderung der kommenden Jahre liegt darin, Anforderungen des Klimaschutzes mit dem bezahlbaren Wohnen in Einklang zu bringen", sagte am Donnerstag Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW).

Viele ältere Wohngebäude seien auch durch energetische Sanierung oder den Einbau moderner Heizungen nicht in einen Zustand zu bringen, mit dem heutige Anforderungen des Klimaschutzes zu erfüllen sind. Daher solle der sogenannte Quartiersansatz gewählt werden, bei dem die Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch unterschiedliche technische Lösungen auf Quartiersebene erreicht werde. "Das ist nachhaltig und gefährdet nicht die niedrigen Mieten", erklärte Breitner.

Der Verbandschef konstatierte für die vergangene Legislaturperiode eine konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der bisherigen Landesregierung. "Diese sollte im Interesse der Mieterinnen und Mieter unbedingt fortgesetzt werden", betonte er. Die Linke forderte Breitner zu einer pragmatischen Politik auf. "Dabei geht es uns vor allem darum, dass die Bedingungen für das bezahlbare Wohnen im ganzen Land gestärkt werden. Postsozialistische Enteignungsfantasien einiger westdeutscher Linker sind da fehl am Platze", sagte Breitner, ohne direkt auf das Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne in Berlin einzugehen.

Auch wenn es in Mecklenburg-Vorpommern keine Wohnungsnot gebe, so mangele es in einigen Städten doch an Wohnraum, der für Menschen mit mittlerem oder geringem Einkommen bezahlbar ist. "In den kommenden Jahren sind daher attraktive Förderprogramme notwendig. Am Ende helfen nur der Bau und die Sanierung günstiger Wohnungen", betonte Breitner. Im ländlichen Raum, wo Wohnungen aus DDR-Zeiten vielfach leer stünden, müsse auch der Abriss gefördert werden. Der Stadtumbau Ost bleibe eine Daueraufgabe, wie auch die Anpassung der Wohngebäude an die Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft. Breitner forderte Zuschussprogramme für die Nachrüstung mit Fahrstühlen oder Badsanierungen.

Dem Regionalverband der Wohnungswirtschaft gehören in Mecklenburg-Vorpommern nach dessen Angaben 163 Unternehmen an. Sie bewirtschaften insgesamt etwa 275.000 Wohnungen und damit die Hälfte aller Mietwohnungen im Nordosten.

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