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Gewerkschaften und Initiativen nehmen Amazon ins Visier

Rostock  

Gewerkschaften und Initiativen nehmen Amazon ins Visier

26.10.2021, 13:29 Uhr | dpa

Gewerkschaften und Initiativen nehmen Amazon ins Visier. Verdi

Eine Warnweste mit der Aufschrift "ver.di". Foto: Tom Weller/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Mit zwei Aktionen am Mittwoch in Neubrandenburg und Donnerstag in Rostock wollen Gewerkschaften und verschiedene Initiativen auf prekäre Arbeitsbedingungen beim Versandhändler Amazon aufmerksam machen. "Den Preis für die sprudelnden Gewinne des weltgrößten Online-Händlers bezahlen auch die Kolleginnen und Kollegen, die die Pakete transportieren und zustellen, und zwar mit prekären Arbeitsbedingen bei Subunternehmen oder als Solo-Selbständige", sagte die zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin im Landesbezirk Nord, Silvia Reichert, am Dienstag einer gemeinsamen Pressemitteilung zufolge. Die Gewerkschaft fordert, dass Amazon diese Mitarbeiter direkt bei sich anstellt.

In Bezug auf die Bedingungen bei von Amazon angeheuerten Logistikpartnern sagt das Unternehmen: "Unsere Lieferservicepartner verpflichten sich vertraglich, die geltenden Gesetze insbesondere im Hinblick auf Löhne, Sozialabgaben und Arbeitszeiten einzuhalten. Wir prüfen Vorwürfe und greifen durch, sollten wir feststellen, dass ein Partner diese Erwartungen nicht erfüllt". Daneben habe Amazon eine Fahrer-Hotline in mehreren Sprachen eingerichtet, bei der Betroffene anonym Hinweise auf schlechte Arbeitsbedingungen geben können. Wie ein Amazon-Sprecher zudem mitteilte, sei die Beschäftigung von Solo-Selbstständigen in den Randzeiten, vor allem von Studierenden, nicht als vollwertige Beschäftigung für den gesamten Lebensunterhalt gedacht - sondern als Zusatzjob.

Auch bei den Löhnen sieht sich Amazon selbst als guter Arbeitgeber: "In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Einstiegsbasislohn bei umgerechnet mindestens 12 Euro brutto pro Stunde. Nach 12 und 24 Monaten bei Amazon steigt der Lohn automatisch. Zudem haben wir bereits angekündigt, dass der Einstiegsbasislohn nächstes Jahr auf umgerechnet mindestens 12,50 Euro brutto steigen wird", hieß es von einem Sprecher.

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