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500 Jahre Bibelübersetzung: Themenjahr gestartet

Eisenach  

500 Jahre Bibelübersetzung: Themenjahr gestartet

31.10.2021, 14:03 Uhr | dpa

500 Jahre Bibelübersetzung: Themenjahr gestartet. Festjahr 500 Jahre Bibelübersetzung beginnt

Das Lutherdenkmal auf dem Karlsplatz aus dem Jahr 1895. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Thüringen widmet der Bibelübersetzung durch Martin Luther vor 500 Jahren auf der Wartburg bei Eisenach ein Themenjahr und hofft auf Touristen aus aller Welt. Das Festjahr, das Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) am Sonntag in Eisenach symbolisch eröffnete, steht unter dem Motto "Welt übersetzen". "Vor 500 Jahren ist eine globale Großtat auf der Wartburg vollzogen worden", sagte Ramelow. Er kündigte ein Feuerwerk an Veranstaltungen an, die nicht nur in die Vergangenheit blickten, sondern zeigen würden, wie das Ereignis vor 500 Jahren die Gesellschaft bis heute präge.

Die Wartburg gehört zu den wichtigsten Stätten der Reformation, an die am Sonntag mit dem Reformationstag erinnert wurde. Luther (1483-1546) hatte am 31. Oktober 1517 mit der Veröffentlichung seiner kirchenkritischen Thesen in Wittenberg die Reformation eingeleitet.

Seine Bibelübersetzung sei nicht nur eine theologische Meisterleistung, "sondern tatsächlich auch eine wesentliche Grundlage für unsere heutige deutsche Sprache", sagte Ramelow. Einem Mönch sei das Kunststück gelungen, unterschiedliche Dialekte im deutschsprachigen Raum zu ignorieren und aus einer toten Kanzleisprache eine lebendige Sprache zu machen, die das Volk verstehen konnte. Das Erbe des Reformators - Luther war als Mönch ins Augustinerkloster in Erfurt eingetreten - sei vielerorts in Thüringen spürbar.

Thüringens Tourismusgesellschaft will zwischen dem Jahr 2017, als an 500 Jahre Reformation erinnert wurde, und 500 Jahre Bibelübersetzung einen Bogen schlagen, sagte eine Sprecherin. "Jeder, der nach Eisenach kommt, muss die Wartburg besucht haben, muss im Bachhaus gewesen sein und auch das Lutherhaus gesehen haben", äußerte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke). Sie verwies auf finanzielle Unterstützung für die Veranstaltungen im Themenjahr - 330.000 Euro kämen vom Bund, 200.000 Euro vom Land.

Der vom Reichstag in Worms geächtete und für vogelfrei erklärte Luther war im Mai 1521 nahe Eisenach zum Schein entführt und zu seinem Schutz auf die Wartburg gebracht worden, wo er als "Junker Jörg" lebte und innerhalb von elf Wochen das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche übersetzte.

Die evangelischen Christen in Thüringen begingen den Reformationstag vielerorts mit Gottesdiensten, unter anderem im Luther-Stammort Möhra im Wartburgkreis.

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