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Kammern zur Lage der Unternehmen: Schnelle Hilfen nötig

Halle (Saale)  

Kammern zur Lage der Unternehmen: Schnelle Hilfen nötig

03.11.2021, 02:57 Uhr | dpa

Kammern zur Lage der Unternehmen: Schnelle Hilfen nötig. Industrie- und Handwelskammer Halle-Dessau

Das Logo der Industrie und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) in Halle (Saale). Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt blickt angesichts steigender Corona-Infektionen mit Sorge auf die kommenden Monate. Hohe Energiepreise, Lieferengpässe, teure und knappe Rohstoffe bremsen die vorherige konjunkturelle Erholung über nahezu alle Branchen hinweg, teilten Sprecher der Industrie- und Handelskammer Magdeburg und der IHK Halle-Dessau am Mittwoch mit. Selbst in der bislang in der Corona-Krise sogar boomenden Baubranche sei dies zu spüren. Firmen beklagen zudem den Mangel an Fachkräften.

Die IHK Magdeburg sieht in den Maßnahmen zur weiteren Eindämmung der Corona-Pandemie für die Wirtschaft eine Art "Lockdown light". Dieser treffe die Unternehmen genauso hart wie im ersten Halbjahr, sagte IHK-Präsident Klaus Olbricht. Die Lage sei sehr ernst, so in der Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Veranstaltungsbranche.

Sachsen-Anhalts Landesregierung hatte am Dienstag angekündigt, dass es keinen weiteren Lockdown und keine Kontaktbeschränkungen mehr geben soll. Stattdessen soll die Pandemiebekämpfung mit Abstands- und Hygieneregeln, 2G- und 3G-Regeln (Geimpft und Genesen; Geimpft, Genesen, Getestet) sowie Impfungen gelingen. Nächste Woche soll die neue Corona-Verordnung vorgestellt werden.

Die Kammern forderten schnelle und unbürokratische staatliche Hilfen für Unternehmen. "Viele Firmen wissen nicht wie es weitergeht, das Eigenkapital ist aufgebraucht. Unternehmer berichten, dass die kommenden Monate eine Frage des Überlebens sind, falls sich nicht rasch etwas ändert", sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK Magdeburg, Wolfgang März.

Rund 70 Prozent der Unternehmen im Landessüden sehen laut IHK Halle-Dessau ein wirtschaftliches Risiko angesichts hoher Energie- und Rohstoffpreise. "Nicht allein der Markt macht Strom und Gas aktuell so teuer. Der Staat langt ordentlich zu", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier. Mehr als die Hälfte des Energiepreises werde über Steuern und Abgaben bestimmt. Die IHK Halle-Dessau vertritt rund 56.000 Unternehmen im Landessüden, die IHK Magdeburg rund 50.000 im Landesnorden.

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