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Forschungsstelle Küste soll nach Norddeich ziehen

Norden  

Forschungsstelle Küste soll nach Norddeich ziehen

06.11.2021, 14:10 Uhr | dpa

Forschungsstelle Küste soll nach Norddeich ziehen. Forschungsstelle Küste

Anne Rickmeyer (l-r), Olaf Meinen, Olaf Lies, Florian Eiben und Carl-Ulfert Stegmann unterzeichnen die Absichtserklärung für den Neubau der Forschungsstelle. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa (Quelle: dpa)

Nach der Schließung des traditionsreichen Dienstsitzes der Forschungsstelle Küste Anfang dieses Jahres auf Norderney ist nun ein neuer Standort am Festland gefunden worden. Ab Ende 2024 sollen die Forscherinnen und Forscher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in einem Neubau direkt hinter dem Deich im Ortskern von Norddeich (Landkreis Aurich) arbeiten. Den Bau des neuen Gebäudes übernimmt allerdings nicht das Land, sondern die dort ansässige Reederei Norden-Frisia, wie am Samstag bekannt wurde. Die Forschungsstelle soll als Hauptmieter in den Mehrzweck-Neubau einziehen.

Umweltminister Olaf Lies (SPD), NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer und Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann unterzeichneten dazu am Samstag in Norden eine Absichtserklärung. Der Mietzeitraum ist auf mindestens 20 Jahre angelegt. Das Investitionsvolumen für den Neubau mit einer Gesamtfläche auf drei Geschossen von 3000 Quadratmetern schätzt die Reederei auf mindestens neun Millionen Euro.

Mit dem Neubau in Hafennähe sei nicht nur eine Lösung für die Unterbringung der NLWKN-Mitarbeiter gefunden worden, sagte Lies. Mit diesem gewinne die Forschungsstelle auch an Sichtbarkeit und werde so helfen, die Herausforderungen für die Anpassung an Folgen eines sich ändernden Klimas bewusst zu machen. Die Anforderungen an den Küsten- und Umweltschutz würden künftig noch wichtiger. "Ich bin überzeugt, dass die Forschungsstelle Küste Antworten auf diese Zukunftsfragen geben kann", sagte der Umweltminister.

Die Forschungsstelle Küste (FSK), die es seit rund 80 Jahren gibt, berät die Landesregierung zu Fragen beim Küsten- und Naturschutz. Wegen maroder Gebäude hatte das Umweltministerium den Dienstsitz auf Norderney geschlossen - die Sicherheit für Mitarbeiter wie Besucher sei nicht mehr gewährleistet, so die damalige Begründung. Die rund 25 Angestellten sind seit Februar nun in einem Behelfsquartier in Norden untergebracht. An der Schließung hatte es Kritik gegeben - unter anderem von den Angestellten selbst und der Stadt Norderney, die die Einrichtung lieber weiter auf der Insel gesehen hätten.

Auch die Grünen im niedersächsischen Landtag sehen den Umzug kritisch. "Mit der Entscheidung für den Standort, für einen Neubau der Forschungsstelle Küste (FSK) möchte sich Umweltminister Lies sicherlich gern feiern lassen. Doch dazu gibt es keinen Anlass", sagte Landtagsabgeordnete Meta Janssen-Kucz (Leer) der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Vielmehr sei die Schließung der Einrichtung auf Norderney ein "folgenschwerer Fehler". "Für Norderney ist der Umzug ein Verlust, andere Bundesländer betreiben ihre Forschungsstellen sinnvollerweise auf Inseln."

Rickmeyer verwies bei der Vorstellung der Pläne auf die Vorzüge des neuen Standortes wie eine Bahnanbindung und die Nähe zur Nordsee. "Jetzt sind wir dichter an unserem Forschungsgegenstand als wir es vorher auf Norderney waren", sagte Rickmeyer mit Blick auf die Nähe zum Meer. Die NLWKN-Chefin erinnerte allerdings auch an den Unmut der Beschäftigten, den Insel-Sitz zu verlassen. Das habe den NLWKN zwischenzeitlich belastet. Ihren Angaben zufolge wurden die Pläne am Samstag vor der öffentlichen Präsentation auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FSK vorgestellt. "Die Kollegen waren sehr zufrieden nach meinem Eindruck", sagte Rickmeyer.

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