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Zahl der Arztpraxen mit Covid-19-Impfungen nahezu halbiert

Weimar  

Zahl der Arztpraxen mit Covid-19-Impfungen nahezu halbiert

11.11.2021, 13:34 Uhr | dpa

Zahl der Arztpraxen mit Covid-19-Impfungen nahezu halbiert. Impfung

Ein Mann wird geimpft. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

An den Covid-19-Impfungen in Thüringen beteiligt sich nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit noch etwa knapp die Hälfte der ursprünglich eingebundenen Arztpraxen. Ein KV-Sprecher nannte am Donnerstag die Zahl von 600 niedergelassenen Ärzten, die aktuell Impfungen anbieten. Darunter seien 500 Hausärzte. In der Spitze hätten sich in diesem Jahr wöchentlich bis zu 1000 Ärzte in ihren Praxen beteiligt. Nach Einschätzung des Thüringer Hausärzteverbandes haben viele von ihnen das Impfen gegen Ende des Sommers eingestellt und den Impfbetrieb noch nicht wieder hochgefahren.

Allerdings kämen viele Praxen derzeit auch ohne Covid-19-Impfungen schon kaum mit dem normalen Patientenbetrieb und den laufenden Grippeschutzimpfungen hinterher, sagte der Verbandsvorsitzende Ulf Zitterbart der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn alle jetzt noch gleichzeitig die Booster-Impfungen wollen, dann sind die Praxen ausgelastet." Die KV ergänzte, neben zahlreichen Fällen von Erkältungskrankheiten und Grippeschutzimpfungen sorge auch die Zahl erforderlicher Abstriche für Corona-Tests für eine stärkere Belastung der Praxen.

Zitterbart und die KV verwiesen zudem auf den hohen Aufwand bei der Organisation von Impfterminen. Mit einem Fläschchen des Mittels von Biontech und Pfizer können mindestens fünf Menschen gespritzt werden, Arztpraxen müssen für Impftermine entsprechend koordinieren. Auch die Prüfung des Anspruchs auf Booster-Impfungen bis ihn zur statistischen Meldung der Impfung verursache Aufwand, so die KV.

Etwa in Apolda berichteten Patienten, dass sie mit der Bitte um eine Auffrischungsimpfung von ihrem Hausarzt auf die regionalen Impfstellen verwiesen wurden. Zitterbart hatte sich noch vor kurzem dafür ausgesprochen, diese in Thüringen weitgehend zu schließen und die Impfkampagne in die Praxen zu verlagern. Angesichts der sich rasant zuspitzenden vierten Corona-Welle und täglich neuer Höchstwerte bei Infektionen "brauchen wir momentan aber entlastende Strukturen", sagte der Mediziner.

In Thüringen sollen die aktuell 27 Impfstellen laut Gesundheitsministerium nach derzeitigem Stand noch mindestens bis Jahresende geöffnet bleiben, gegebenenfalls auch darüber hinaus. Thüringen hinkt mit einem Anteil von rund 61 Prozent vollständig Geimpfter den meisten anderen Bundesländern deutlich hinterher. Eine Auffrischungsimpfung ("Booster") hatten laut Ministerium bis Donnerstag knapp 90 000 Menschen erhalten.

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