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"Bist du mit Sternenstaub geimpft?": Wünsche ans Christkind

Engelskirchen  

"Bist du mit Sternenstaub geimpft?": Wünsche ans Christkind

12.11.2021, 12:49 Uhr | dpa

"Bist du mit Sternenstaub geimpft?": Wünsche ans Christkind. Eröffnung der Christkindpostfiliale in Engelskirchen

Die Darstellerin des Christkindes (M) nimmt Wunschzettel von Kindern entgegen. Foto: Oliver Berg/dpa (Quelle: dpa)

"Bist du wirklich echt?", fragt ein kleiner Junge, während er mit großen Augen seinen Wunschzettel an die blond gelockte Frau im Christkind-Kostüm weitergibt. "Na klar!", antwortet sie und beginnt, die Wünsche vorzulesen. "Ein Rennauto wünschst du dir. Und in welchen Farben?" "Blau-grün", sagt der Junge bestimmt. Ein Rennauto ist an diesem Freitag noch einer der einfachen Wünsche bei der Eröffnung der Christkind-Postfiliale in Engelskirchen. Die Wünsche nach einer Meerjungfrau, einem Pony samt Zubehör oder dem Ende von Corona dürften da schon schwerer zu erfüllen sein.

"Ich hab mir einen Verbandskasten gewünscht mit einem bunten Verband, für meine Puppen zum Spielen", sagt die fünfjährige Lenja. Von der Echtheit des Christkinds ist sie nicht ganz überzeugt. "Ich glaube, sie ist nur verkleidet. Es hat Plastikflügel!" Auch sonst musste sich die Frau im Christkindkostüm am Freitag schwierigen Fragen stellen. "Es kam schon mal die Frage per Brief, ob das Christkind mit Sternenstaub geimpft sei", erzählt Britta Töllner, Sprecherin der Deutschen Post. "Oder, ob es Lieferengpässe bei den Geschenken gebe."

Corona sei auch dieses Jahr wieder ein Thema. "Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder zuhause mitkriegen", wundert sich Töllner. In vielen Briefen wünschen sie sich, dass Corona bald vorbei ist. Die sechs Jahre alte Lina schreibt zum Beispiel: "Ich wünsche mir, dass ich keine Angst mehr habe. Mir macht Corona Angst." Andere Kinder berichten von ihren Erlebnissen während des vergangenen Jahres. "Oft habe ich meinen Bruder unterstützt und mit ihm gespielt, wenn man sich nicht mit anderen Kindern treffen durfte", schreibt ein Kind.

Manchmal erhalten sie schlimme Briefe, in denen Kinder von Ängsten und Leid berichten, erzählt Birgitt Helbig, die seit fünf Jahren hilft, die Briefe zu beantworten. "Die kriegen dann einen persönlichen Antwortbrief." Um alle Briefe pünktlich bis Weihnachten abarbeiten zu können, packen in Engelskirchen 17 Helfer und Helferinnen mit an. Sie öffnen Briefe, suchen nach Adressen und verfassen Antworten.

Im vergangenen Jahr erreichten etwa 150.000 Briefe aus 40 Ländern die Filiale im Bergischen Land. Alle Kinder, die ihre Wunschzettel bis zum 20. Dezember geschickt haben, erhalten eine Antwort - das Christkind beherrscht neben Deutsch unter anderem auch Französisch, Russisch und die Blindenschrift.

Für die Kinder ist es am Freitag ein sehr aufregender Tag, sie freuen sich, trotz Corona dabei sein zu dürfen. Im vergangenen Jahr mussten die Kinder ihre Wünsche per Liveschalte überbringen. "Es war gut, dass wir da sein konnten", sagte die fünfjährige Kaja, die sich ein Spielzeughund wünschte. "Das Christkind war nett."

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