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Ärztekammerpräsident fordert 2G

Rostock  

Ärztekammerpräsident fordert 2G

13.11.2021, 09:39 Uhr | dpa

Der Präsident der Landesärztekammer, Andreas Crusius, hat für den Zugang zu Angeboten des öffentlichen Lebens einheitlich die sogenannte 2G-Regelung als Zutrittsvoraussetzung gefordert. Das heißt, die Menschen müssen gegen das Coronavirus geimpft oder genesen sein. Zusätzlich sollten Antigen-Schnelltests für Aktivitäten mit besonders hohem Infektionsrisiko obligatorisch sein, sagte Crusius der Deutschen Presse-Agentur vor einer Versammlung der Ärztekammer am Samstag in Rostock.

Zwei Landkreisen im Nordosten droht unterdessen die Einführung der 2G-Regel: Rostock und Vorpommern-Rügen sind wegen der Auslastung ihrer Intensivstationen auf der Stufenkarte des Landes orange gefärbt - sie liegen hier über neun Prozent. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen bewegen sie sich mit Werten jenseits von 200 im roten Bereich.

Die Landesregierung hatte am Freitag mitgeteilt, dass in Regionen nach drei Tagen im orangen Bereich ab dem übernächsten Tag die 2G-Regel greift, wonach nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu bestimmten Freizeitstätten bekommen. Dazu gehören laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Innenbereiche von Restaurants, Theatern, Kinos, Museen und auch Schwimmbädern und Fitness-Centern. Mitarbeiter in 2G-Bereichen (genesen oder geimpft), die nicht geimpft sind, müssten dann täglich einen Corona-Test machen.

Unterdessen hat die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen am Samstag wieder einen neuen Höchststand erreicht. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) verzeichnete 194,1 gemeldete Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Vortag lag der Wert bei 188,9 und vor einer Woche bei 139,9.

Das Lagus meldete 368 Neuinfektionen - weniger als am Vortag mit 526 Neuinfektionen und deutlich weniger als am Dienstag mit 726, der bislang höchsten gemeldeten Zahl. Vor einer Woche betrug die Zahl 231. Die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern erreichte wie am Vortag 172. Auf einer Intensivstation wurden davon 46 behandelt - 8 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb unverändert bei 1280.

Angesichts der unaufhörlich steigenden Infektionszahlen und einer drohenden Überlastung der Krankenhäuser forderte Crusius alle Menschen dringend auf, sich impfen zu lassen. In Mecklenburg-Vorpommern ist weiter rund ein Drittel der Bevölkerung ungeimpft. So habe die große Mehrheit der Patienten auf den Intensivstationen keinen ausreichenden immunologischen Schutz, erklärte der Mediziner.

Er sprach sich auch für eine Impfpflicht für alle im Gesundheitswesen tätigen Menschen aus. "Ich kann doch nicht im Gesundheitswesen arbeiten und möglicherweise als Überträger die mir anvertrauten Patienten der Gefahr einer Ansteckung aussetzen."

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