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Mehr Impfungen in Arztpraxen - Dorf mit Pop-Up-Impfzentrum

Potsdam  

Mehr Impfungen in Arztpraxen - Dorf mit Pop-Up-Impfzentrum

05.12.2021, 13:23 Uhr | dpa

Mehr Impfungen in Arztpraxen - Dorf mit Pop-Up-Impfzentrum. Dorf organisiert Pop-Up-Impfzentrum

Menschen stehen bei Weihnachtsmusik vor dem selbst organisierten Impfzentrum in Stücken Schlange. Foto: Fabian Sommer/dpa (Quelle: dpa)

In den Arztpraxen in Brandenburg hat das Impfen noch einmal an Fahrt aufgenommen. 127 251 Impfungen gab es innerhalb einer Woche - den Sonntag noch nicht mit eingerechnet, wie die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit sei die Woche vom 29. November bis zum 5. Dezember die mit Abstand stärkste in der Impfkampagne in den Arztpraxen überhaupt, sagte ein Sprecher.

"Es wären sogar noch mehr Impfungen möglich, wenn verlässlich, planmäßig und ausreichend Impfstoff den Praxen geliefert werden würde", sagte der Sprecher. Die Diskussion um Corona-Impfungen in Apotheken sei vor diesen Zahlen kontraproduktiv. Der Impfstoff müsse in die Arztpraxen, um vereinbarte Termine sicherzustellen.

Brandenburg liegt im bundesweiten Vergleich bei den Impfungen weiter hinten. Bei den Erstimpfungen liegt die Quote nach Daten des Robert Koch-Instituts bei 65,0 Prozent und damit gleichauf mit Thüringen. Eine niedrigere Impfquote hat nur noch Sachsen. Bei den vollständig Geimpften liegt die Quote im Land demnach bei 62,4 Prozent, nur Sachsen liegt dahinter. Bei den Booster-Impfungen zählt Brandenburg 12,6 Prozent und landet damit auf dem drittletzten Platz, gefolgt von Hessen und Sachsen.

Die vor einer Woche gestartete Corona-Impfaktion an Brandenburger Kultureinrichtungen ist am Samstag in Cottbus fortgesetzt worden. Das mobile Impfteam der Aktion "ImpfKulTour" machte Station am dortigen Staatstheater, wie Kulturministerin Manja Schüle (SPD) mitteilte, die selbst dabei war. Am Sonntag sollte, wie schon beim Tourstart am 27. November, im Waschhaus Potsdam geimpft werden - unter musikalischer Umrahmung von zwei Ensembles des Landespolizeiorchesters Brandenburg. Eine weitere Station ist am 11. Dezember Perleberg (Prignitz).

Die "ImpfKulTour" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Ministerien für Kultur und Gesundheit sowie des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann. Das Angebot richtet sich an alle, die eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung benötigen. "Jeder Piks zählt", betonte Schüle am Samstag. "Denn jeder Piks bringt uns dem Ende der Pandemie ein Stückchen näher." Angesichts hoher Infiziertenzahlen und voller Intensivstationen seien Corona-Schutzimpfungen besonders in dieser Jahreszeit wichtig.

In einem Gasthaus im Michendorfer Ortsteil Stücken (Potsdam-Mittelmark) haben Dorfbewohner gemeinsam mit einem Arzt am Samstag ein Impfzentrum für einen Tag organisiert. Vor dem Gasthof bildete sich am Vormittag eine Schlange, wie ein dpa-Reporter berichtete. Unter den Anstehenden seien viele gewesen, die die Booster-Impfung bekommen wollten, einige waren auch für die erste Impfung vor Ort.

Die Sieben-Tage-Inzidenz neuer Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg ist am Sonntag weiter leicht zurückgegangen. 646,9 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche meldete das Gesundheitsministerium. Am Samstag lag der Wert bei 662,6 und vor einer Woche bei 709,4. Am Wochenende können Zahlen verzögert gemeldet werden.

1706 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter im Land. Am Vortag waren es 2899. Bei der Altersgruppe liegen die 10- bis 14-Jährigen bei der Sieben-Tage-Inzidenz vorn - danach kommen die 5- bis 9-Jährigen.

Die Zahl neuer Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern in Brandenburg je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche ist auch am Sonntag weiter gestiegen: Sie liegt derzeit bei 5,06 und nach dem Warnwert der Warnampel noch bei Gelb. Ab einem Wert über sechs gilt der Alarmwert Rot. Der Anteil an intensiv-pflichtigen Covid-19-Patientinnen und -Patienten an der Zahl der aktuell tatsächlich betreibbaren Intensivbetten liegt nach Ministeriumsangaben bei 23,8 Prozent und damit im roten Bereich.

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