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Unterbringung von Ukraine-Flüchtlingen: Woidke dankt Bürgern

Von dpa
15.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Land und Kommunen wollen Weichen für die steigende Zahl von geflüchteten Menschen aus der Ukraine stellen. Die Landesregierung wollte deshalb am Dienstag mit den Landräten und Oberbürgermeistern über die Organisation für die Bewältigung der Krise beraten, wie Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ankündigte. Es gehe vor allen Dingen um eine gute Versorgung. "Es wird alles gebündelt momentan auf der Ebene der Landkreise."

Woidke dankte den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Hilfsbereitschaft, Geflüchtete aufzunehmen oder ihnen zu helfen. "Das Land Brandenburg zeigt hier wirklich ein sehr, sehr großes Herz."

Der Städte- und Gemeindebund sieht die Kommunen auf eine steigende Zahl von Flüchtlingen aus der Ukraine vorbereitet. Der Landkreis Oberhavel kann allerdings derzeit schon keine Geflüchteten mehr aufnehmen. Eine Turnhalle öffnete in Lehnitz am Montag als Notunterkunft. "Geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Turnhallen unterzubringen, war unsere ultima ratio. Aber wir können es nun leider nicht mehr verhindern", teilte Landrat Egmont Hamelow (CDU) am Dienstag mit. 200 Flüchtlinge seien im Landkreis allein am Montag registriert worden. "Damit sind alle kurzfristig verfügbaren Kapazitäten des Landkreises ausgeschöpft."

In Brandenburgs Kommunen sind inzwischen mehr als 4700 Menschen aus der Ukraine untergebracht. Das ergab eine Abfrage des Sozialministeriums. Einige Kreise fehlten aber noch bei der Auswertung, teilte das Sozialministerium am Dienstag mit. Die Geflüchteten lebten in kommunalen oder auch in privaten Unterkünften. Das Ressort geht jedoch davon aus, dass es weit mehr Menschen sind, denn sie müssen sich nicht bei den Sozialämtern melden.

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In der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt wurden insgesamt 2374 Menschen registriert, davon allein 203 am Montag. Bei den genannten Zahlen sind Überschneidungen möglich, wenn Geflüchtete erst in Eisenhüttenstadt ankommen und dann weiter in die Landkreise fahren.

Der Erlebnispark Paaren wird ab sofort, neben weiteren Anlaufpunkten im Havelland, ausschließlich als Beherbergungsstätte für ankommende Kriegsflüchtlinge genutzt. Dies erfordere die sofortige Schließung des Parks für Besucherinnen und Besucher sowie Veranstaltungsabsagen für die nächsten Wochen und Monate, teilte der Park mit. Das Team des Erlebnisparks unterstütze die Initiativen im Havelland um ihren aktiven Beitrag dafür zu leisten, das Leid der Ukraine-Flüchtlinge einigermaßen zu lindern.

Die Kultureinrichtung freiLand in Potsdam in der Nähe des Hauptbahnhofs versorgt seit Montag Geflüchtete mit Abendbrot. "Viele der Menschen sind in Hotels und Pensionen untergebracht, die aber nur Frühstück anbieten", sagte freiLand-Geschäftsführer Achim Trautvetter. "Wir mussten uns schnell organisieren. Die Menschen müssen mit Essen versorgt werden." Denn viele könnten derzeit kein Geld abheben oder die urkainische Währung in Euro umtauschen. Für die Versorgung wurden auf dem Areal Tische und Bänke aufgestellt. Die Versorgung läuft über Ehrenamtliche und wird bislang aus der eigenen Tasche finanziert.

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