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Unfälle und umgestürzte Bäume nach Wintereinbruch

Von dpa
09.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Unfall
Fahrzeuge stehen nach einem Unfall auf der Straße. (Quelle: Stefan Sauer/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Der kurzzeitige Wintereinbruch mit vorangegangenem Starkregen hat im Südwesten zu Unfällen, Straßensperrungen und Bahnausfällen geführt. Vor allem in der Rhein-Neckar-Region und im Main-Tauber-Kreis fiel reichlich Schnee. Streufahrzeuge waren im Einsatz. Polizei und Feuerwehr hatten wegen umgestürzter Bäume viel zu tun. Die Verkehrsunternehmen Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) stellten wegen starker Schneefälle in der Nacht und am Samstagmorgen den Betrieb der Bahnlinie 5 zwischen Mannheim, Heidelberg und Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) ein. Ein Linienbus ohne Fahrgäste musste bei Wilhelmsfeld abgeschleppt werden, nachdem er bei Schnee ins Rutschen geraten war.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte nach der Schneeglätte bis Sonntagmorgen vor überfrierender Nässe auf den Straßen. Bis Mitte nächster Woche soll sich der April dann von seiner sommerlichen Seite zeigen.

Vor dem Schnee gab es Starkregen und Gewitter in Baden-Württemberg. In Böhmenkirch (Kreis Göppingen) wurden am Freitagabend die Dächer mehrerer Häuser beschädigt. Gartenhütten und Zäune wurden teils komplett zerstört. Verletzte gab es laut Polizei nicht. Die Schadenshöhe konnte zunächst nicht beziffert werden.

Bei Ehrstädt und Grombach gab es einen witterungsbedingten Erdrutsch. In Altshausen (Kreis Ravensburg) entwurzelte der Sturm Freitagnachmittag einen zehn Meter hohen Baum, der auf ein Auto fiel. Der 52 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt.

Vier Kinder und vier Erwachsene wurden bei einem Unfall auf der regennassen Autobahn 5 verletzt. Eine 39-jährige Frau war aufgrund überhöhten Tempos in Höhe einer Rastanlage nahe Ubstadt-Weiher (Kreis Karlsruhe) mit ihrem Wagen auf ein Auto aufgefahren.

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Bei einem Verkehrsunfall nahe Weingarten (Kreis Ravensburg) wurden am Samstagmorgen drei Menschen schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war der Wagen mit sechs Insassen aus zunächst unbekannten Gründen auf der nassen B30 von der Fahrbahn abgekommen und hatte sich überschlagen. Drei Insassen im Alter von 26 bis 38 Jahren konnten sich noch vor Eintreffen der Rettungskräfte selbst aus dem Fahrzeug befreien. Drei Personen wurden von der Feuerwehr gerettet und kamen ins Krankenhaus.

Während es von Freitag- bis Samstagmorgen vor allem zwischen dem Kraichgau und dem Nordschwarzwald ergiebig schüttete und teils über 50 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden, rieben sich die Baden-Württemberger von Karlsruhe bis Stuttgart am Samstagmorgen die Augen: Gärten und Autos hatten teils eine bis zu zehn Zentimeter dicke Schneeschicht. "Schnee im April ist immer mal wieder möglich", sagte der DWD-Meteorologe am Samstag. Die Mengen in den Niederungen etwa im Rhein-Neckar-Raum und Main-Tauber-Kreis seien aber doch überraschend gewesen.

Wettermäßig macht der April derweil weiter, was er will: Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Baden-Württemberg wird es ab Sonntag wärmer. Am Montag werden Temperaturen bis 19 Grad erwartet, am Mittwoch sogar bis zu 25 Grad.

Mit plötzlichen Gewittern muss vor allem im Norden des Landes weiter gerechnet werden. Nach DWD-Angaben liegt dies an der großen Differenz zwischen den Temperaturen am Boden und in der Höhe. So wurden am Samstagmorgen in Stuttgart plus vier Grad am Boden gemessen. In der Luft in fünf Kilometern Höhe waren es demnach minus 36 Grad.

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