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Zwölfjährige an Freier vermittelt: Acht Jahre Haft

Von dpa
12.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Justitia
Eine Darstellung der Göttin Justitia. (Quelle: Carsten Koall/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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Mit seinem Opfer pflegte er ein Online-Verh√§ltnis. Freiern im S√ľden vermittelte der Norddeutsche ein damals zw√∂lf Jahre altes M√§dchen aus dem Raum M√ľnchen √ľber Messenger-Dienste. Von dem schweren Missbrauch lie√ü sich der 35-J√§hrige Videos beziehungsweise Fotos schicken. Am Dienstag verurteilte ihn das Landgericht Flensburg zu acht Jahren wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern in neun F√§llen, darunter jeweils einmal in Tateinheit mit schwerer Prostitution und Anstiftung zur Vergewaltigung, sowie in einem weiteren Fall wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern - ein Freier war nicht vollj√§hrig.

Die Urteilsbegr√ľndung verfolgte der komplett in Schwarz Gekleidete aus Nordfriesland mit verschr√§nkten Armen. Vor den Kameras verbarg er sich unter einer Kapuze. Mit seiner Entscheidung blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine Gesamtfreiheitsstrafe von acht Jahren und zehn Monaten gefordert. Der Verteidiger beantragte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren.

Die Vorsitzende Richterin Birte D√∂beling sprach von einer "insgesamt moderaten Gesamtfreiheitsstrafe". Dies sei weitgehend auf das umfassende Gest√§ndnis zur√ľckzuf√ľhren. "Er hat alles getan, um das Verfahren zu vereinfachen." Dadurch habe er dem Opfer eine Aussage vor Gericht erspart. Stattdessen waren Videovernehmungen des M√§dchens aus Ermittlungen gegen Freier in S√ľddeutschland Gegenstand. Eine h√∂here Gesamtstrafe als 15 Jahre sei von Gesetzes wegen nicht vorgesehen, sagte die Richterin. Auf die "gravierenden Folgen" f√ľr das Opfer ging sie in der m√ľndlichen Begr√ľndung nicht ein.

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√úber Messenger-Dienste suchte der Angeklagte ab Mai 2020 Kontakte zu jungen M√§dchen und gab sich als Jugendlicher aus. "Bereits binnen weniger Tage entwickelte die Gesch√§digte zu dem Angeklagten Emotionen", sagte die Richterin. In Videochats habe das M√§dchen mitbekommen, dass der Mann √§lter war. Sie habe ausgesagt, "f√ľr meinen Daddy tue ich alles". Der Mann habe ihre fehlende sexuelle Erfahrung und kindliche Naivit√§t ausgenutzt. Ein pers√∂nliches Treffen gab es nicht.

Der Angeklagte hatte im Prozess angegeben, heute wisse er, dass er damals nicht richtig gehandelt habe. Es sei ihm ma√ügeblich auf die Videos und nicht auf Geld angekommen. Durch Beobachtung der Taten habe er sich in seine Jugend zur√ľckversetzen, Verpasstes nachholen wollen.

Die Richterin schilderte mehr als zwei Stunden lang schlimme Details des schweren sexuellen Missbrauchs. Der Mann habe ausgenutzt, dass das M√§dchen √ľber fehlendes Geld klagte und bot sie auf einer Anzeigen-Plattform an. Eine Vielzahl an M√§nnern habe mit dem Norddeutschen Kontakt aufgenommen. Teilweise verlangten diese Echtheitsbeweise und erhielten beispielsweise von dem M√§dchen aufgenommene Audiodateien.

Von den Freiern verlangte der Mann Bilder von deren Gesicht und auch Fotos ihres Geschlechtsteils. Er sprach mit ihnen den Ablauf der Missbr√§uche detailliert per Chat ab. Danach lobte er sein Opfer. "Sie habe das echt gut gemacht." Ein Freier machte 22 Videos. Ein anderer zahlte 50 Euro. Bei Misstrauen bez√ľglich des Alters beschwichtigte der Angeklagte. Sie sei "frische 18", er wolle auch keinen Stress.

"Dem Angeklagten gefiel es auch, das Geschehen als Strippenzieher zu kontrollieren", sagte die Richterin. Seinem Opfer habe er vorgemacht, durch Telefonate während der Treffen helfend zur Seite zu stehen, "absurd bei einer Entfernung von fast 1000 Kilometern".

Dem Angeklagten empfahl die Richterin eine Sozialtherapie. Dieser m√ľsse sich bewusst machen, wie er mit einem Kind umgegangen sei. Er habe sie behandelt wie eine Figur in einem Videospiel.

Ins Rollen waren die Ermittlungen gekommen, weil sich der Mann zufällig auch an einen Klassenkameraden der Zwölfjährigen wandte. Dieser soll dies seinen Lehrerinnen und Lehrern gemeldet haben. Im Mai 2021 wurde der Norddeutsche festgenommen.

Urspr√ľnglich waren 42 Sexualdelikte angeklagt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft stellte das Gericht das Verfahren bis auf die Taten aus dem S√ľden vorl√§ufig ein. Der Angeklagte war 2015 f√ľr Erwerb, Besitz und Verbreitung pornografischer Schriften zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der Verteidiger k√ľndigte an, eine Revision des Urteils zu pr√ľfen.

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