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85-JĂ€hrige in GebĂŒsch vergewaltigt: Mann muss in Psychiatrie

Von dpa
29.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Urteil
Ein 31-jÀhriger Angeklagter sitzt in Handschellen im Gerichtssaal. (Quelle: Felix KÀstle/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Die 85-JĂ€hrige war nach ihrer morgendlichen Spazierrunde schon fast wieder zu Hause, als der junge Mann sie unvermutet angriff. Durch ein dichtes GebĂŒsch stieß er die Seniorin im oberschwĂ€bischen Weingarten an einem Samstag im August 2021 einen Abhang hinab, schlug sie bewusstlos, vergewaltigte sie und ließ sie dann mit lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen liegen. Nur weil eine Passantin spĂ€ter ihre Hilferufe hörte, ĂŒberlebte die 85-JĂ€hrige.

Ein 31-JÀhriger ist deshalb am Freitag am Landgericht Ravensburg zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden - wegen eines besonders schweren Falls von Vergewaltigung, versuchten Mordes sowie sexueller BelÀstigung zweier weiterer Frauen, 75 und 64 Jahre alt. Das Gericht ordnete zudem an, den Mann in einer Psychiatrie unterzubringen. Das Urteil ist noch nicht rechtskrÀftig.

Dem Angeklagten sei es am Tag der Tat darum gegangen, "Sex zu haben, egal zu welchem Preis und mit wem", sagte der Vorsitzende Richter Veiko Böhm. Das zeigten Online-Nachrichten des Mannes aus der vorangegangenen Nacht und Zeugenaussagen. Letztlich habe er deshalb "eine x-beliebige, wildfremde Rentnerin" brutal vergewaltigt.

Zur Frage, welche Rolle die Schizophrenie des Mannes bei der Tat spielte, hatte es vor Gericht unterschiedliche Auffassungen gegeben. Der Anwalt der 85-jĂ€hrigen NebenklĂ€gerin hatte lebenslange Haft im GefĂ€ngnis gefordert, weil die von einem Gutachter bescheinigte Erkrankung nicht die Ursache fĂŒr die Vergewaltigung gewesen sei.

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"Ihr PrimĂ€rbedĂŒrfnis war nicht, sich einen Verfolger vom Hals zu halten", sagte der Anwalt. "Sie wollten um jeden Preis Sex haben." Der Angeklagte hatte die Taten zum Prozessauftakt Mitte MĂ€rz gestanden, aber kein Motiv genannt. Der Mann mit deutscher und brasilianischer StaatsbĂŒrgerschaft hatte nach Auffassung des Gerichts seit 2016 keinen festen Wohnsitz mehr und konsumierte regelmĂ€ĂŸig grĂ¶ĂŸere Mengen Amphetamine, Marihuana und Alkohol.

Seit diesem Zeitpunkt habe der Mann zudem unter einer andauernden Schizophrenie-Erkrankung gelitten, sagte Richter Böhm. Zwar habe der Angeklagte bei der Vergewaltigung "genau gewusst, was er tat". Durch seine Erkrankung sei er aber "extrem enthemmt" gewesen.

Dass die Krankheit vor Gericht nur vorgespielt gewesen sein könnte, sei schwer vorstellbar, betonte Böhm. In der Befragung habe man dem Angeklagten vielmehr "aus der Nase ziehen" mĂŒssen, dass er zeitweise Essen und Trinken verweigerte, weil er fĂŒrchtete, dass "was damit nicht stimmt". Zudem hatte sich der 31-JĂ€hrige selbst verletzt, weil er Angst hatte, einen Chip eingepflanzt bekommen zu haben.

Angesichts der BrutalitĂ€t der Tat verstehe er die Forderung nach einer lebenslĂ€nglichen Haftstrafe, sagte Böhm. "Wir mĂŒssen den Angeklagten aber trotzdem so behandeln wie alle anderen Angeklagten." Es gehe auch darum, ein Urteil zu fĂ€llen, das einer PrĂŒfung durch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe standhalten wĂŒrde.

Zudem biete die Unterbringung einer geschlossenen Psychiatrie den bestmöglichen Schutz fĂŒr die Menschen in der Region, betonte der Richter. "Gerade Ă€ltere Frauen in Weingarten und Ravensburg mĂŒssen sich keine Sorgen machen, weil der Angeklagte erst wieder rauskommt, wenn er nach Ă€rztlicher und gerichtlicher Überzeugung keine Gefahr mehr fĂŒr die Allgemeinheit darstellt."

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