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Intel-Manager hofft auf rasche Genehmigungen fĂŒr Fabrik

Von dpa
11.05.2022Lesedauer: 2 Min.
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Beim Bau der geplanten Halbleiterwerke in Magdeburg setzt Intel auf eine erfahrene FĂŒhrungskraft aus Irland. General Manager Eamonn Sinnott kommt dafĂŒr phasenweise nach Deutschland, wie er am Rande einer Delegationsreise von Politikern aus Sachsen-Anhalt sagte. Die neuen Fabriken des US-Chipherstellers in Magdeburg sollen nach dem Vorbild des irischen Standorts Leixlip gebaut werden, wo Sinnott seit vielen Jahren tĂ€tig ist.

Die Ansiedlung von Intel sei fĂŒr die Region eine außergewöhnliche wirtschaftliche Chance, so Sinnott. Er hoffe, "dass die Leute begeistert sind". In Irland liege der Beitrag Intels fĂŒr die irische Wirtschaft bei rund 2,7 Milliarden Euro pro Jahr, betonte er.

Der Manager hofft nun auf schnelle Genehmigungsverfahren, um mit dem Bau in Magdeburg beginnen zu können. Vorbild dafĂŒr ist eine Megafabrik, die aktuell in Leixlip fertiggestellt wird. Inwiefern Krisen wie der Krieg in der Ukraine die Investitionen in Deutschland behindern könnten, ließ Sinnott offen. Es sei in jedem Fall wichtig, Lieferketten wieder ins Gleichgewicht zu bringen und eine gewisse strategische Autonomie zu erreichen. Der Manager sprach von einer technologischen BrĂŒcke zwischen Europa und Amerika.

Mit dem "Chips Act" will die EU verhindern, dass Europa bei der Produktion von Mikrochips abgehÀngt wird. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten wollen bis 2030 einen Weltmarktanteil Europas von 20 Prozent erreichen. Aktuell gibt es international einen Mangel an Mikrochips.

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Im MĂ€rz hatte Intel bekanntgegeben, in den nĂ€chsten Jahren rund 80 Milliarden Euro investieren zu wollen, um in Europa an mehreren Standorten ein "hochmodernes Halbleiter-Ökosystem" entstehen zu lassen. In Magdeburg sollen in einer ersten Ausbaustufe zwei benachbarte Halbleiterwerke gebaut werden. Es könnten mehrere Tausend ArbeitsplĂ€tze entstehen. Intel will dafĂŒr zunĂ€chst rund 17 Milliarden Euro investieren. Der Bau soll im nĂ€chsten Jahr beginnen.

Ähnlich wie in Magdeburg startete Intel 1989 in Leixlip auf einer landwirtschaftlich geprĂ€gten FlĂ€che. Das neu geschaffene Industriegebiet in der Landeshauptstadt umfasst 450 Hektar - das entspricht der FlĂ€che von rund 620 Fußballfeldern. Insgesamt wĂ€ren dort nach Angaben von Intel bis zu acht große Fabriken möglich.

Beim Bau werde es viele unterschiedliche Herausforderungen geben, so Sinnott. Es sei zunĂ€chst wichtig, dass alle verstehen wĂŒrden, was bei einem solchen Projekt alles erforderlich sei, sagte er mit Blick auf die verschiedenen Bauphasen und die Infrastruktur. Intel will deshalb umfassend ĂŒber die einzelnen Schritte informieren.

Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff lobte diesen Ansatz beim Besuch in Leixlip. "Genau so wollen wir es haben." Geltendes Recht mĂŒsse mit Akzeptanz und Resonanz vor Ort verbunden werden.

Wie lange Sinnott beim Projekt in Deutschland beteiligt sein wird, soll auch davon abhÀngen, wie schnell und wie viel Personal der Chiphersteller vor Ort rekrutiert. Wie andere Firmenvertreter gibt er sich optimistisch, dass der Produktionsstart vielleicht schon eher als 2027 gelingt. Wichtig seien die Genehmigungen. "Wir sind bereit."

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