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Ultras von Dynamo Dresden boykottieren Spiel in Karlsruhe

Nach Skandal-Spiel vor zwei Jahren  

Ultras von Dynamo Dresden boykottieren Partie in Karlsruhe

01.08.2019, 17:31 Uhr | dpa, t-online.de

Ultras von Dynamo Dresden boykottieren Spiel in Karlsruhe. Dynamo-Ultras vor zwei Jahren in Karlsruhe: Die Partie von damals wirft Schatten bis heute. (Quelle: imago images/Jan Hübner)

Dynamo-Ultras vor zwei Jahren in Karlsruhe: Die Partie von damals wirft Schatten bis heute. (Quelle: Jan Hübner/imago images)

Vor zwei Jahren randalierten Anhänger von Dynamo Dresden in Karlsruhe und lösten damit monatelange Ermittlungen der Polizei aus. Jetzt sorgen die Ultras wieder für Aufsehen: Sie boykottieren das Auswärtsspiel beim Karlsruher SC.

Am Samstag spielt der KSC im Karlsruher Wildpark gegen Dynamo Dresden. Das letzte Aufeinandertreffen beider Vereine ist vielen Karlsruhe-Fans noch in schlechter Erinnerung. Denn es verlief alles andere als friedlich.

Rund 1.500 Dynamo-Anhänger waren damals zunächst in militärähnlicher Tarnkleidung mit der Aufschrift "Footballarmy Dynamo Dresden" durch Karlsruhe gezogen. Anschließend überrannten sie die Einlasskontrollen am Stadion und zeigten ein Banner mit der Aufschrift "Krieg dem DFB". Außerdem zündeten sie Nebeltöpfe und warfen Pyrotechnik. Untermalt wurde die martialische Aktion durch rhythmische Trommeln. Fans, die ohne Tarnkleidung in den Block kamen, wurden einfach hinausgedrängt.

Insgesamt wurden bei dem Vorfall 15 Polizisten und 21 Ordnungskräfte verletzt. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungs- und Sprengstoffgesetz. Auch Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt.

Dynamo unterstützt seine Fans

Rund zwei Jahre später treffen beide Klubs jetzt wieder aufeinander – und die Ereignisse von damals werfen immer noch Schatten. Die "Ultras Dynamo" kündigten jetzt an, der Partie am Samstag fernzubleiben. Es sei "mit verstärkten polizeilichen Maßnahmen zu rechnen", heißt es auf der Internetseite der Fangruppierung. "Staatsanwaltschaft, Polizei, Funktionäre und Medienvertreter warten nur darauf bis sich die ersten Dynamofans 'falsch' verhalten. Diese Show wollen und werden wir ihnen nicht geben."

Unterstützung erhalten die Dynamo-Ultras durch ihren Verein. Der bietet nun ersatzweise ein Public Viewing im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden an. 2.000 Tickets waren dafür bis Donnerstagmittag schon verkauft.


"Besondere Situationen erfordern bekanntlich besondere Maßnahmen. Wir haben uns aufgrund der angespannten Sicherheitslage und vor dem Hintergrund der Empfehlung der Sicherheitsträger in Karlsruhe sowie Dresden dazu entschlossen, die Idee unserer Fanszene aufzugreifen", sagte Dynamos kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born, der sich über die zusätzlichen Einnahmen durch das Public Viewing freuen dürfte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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