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Tuberkulose in Karlsruhe – mehr als 100 Infizierte: Gesundheitsminister schaltet sich ein

Keine Ansteckungsgefahr mehr  

Tuberkulose in Bad Schönborn – Lucha fordert Sachlichkeit

07.08.2019, 13:09 Uhr | dpa

Tuberkulose in Karlsruhe – mehr als 100 Infizierte: Gesundheitsminister schaltet sich ein. Ein Arzt zeigt auf das Röntgenbild einer Lunge (Quelle: dpa/Silas Stein/Archivbild)

Hohe Zahl an Tuberkulose-Fälle an einer Schule in Bad Schönborn: Nun schaltet sich der Gesundheitsminister ein. (Quelle: Silas Stein/Archivbild/dpa)

Nach der hohen Zahl der Tuberkulose-Fälle an einer Schule in Bad Schönborn hat sich Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) ein Bild gemacht und mahnt Sachlichkeit an.

Nachdem an der Michael-Ende-Schule in Bad Schönborn im Kreis Karlsruhe über 100 Menschen mit Tuberkulose infiziert wurden und mehrere erkrankt sind, hat sich Gesundheitsminister Manne Luche ein Bild vor Ort gemacht. Auf seiner Sommertour durch Baden-Württemberg informierte er sich heute am Landratsamt Karlsruhe bei den am Gesundheitsamt zuständigen Experten über deren Arbeit und weitere Maßnahmen.

Die Behörde verfüge über herausragende Expertise und habe jederzeit zuverlässig informiert, sagte er. Im Anschluss traf er besorgte Eltern zum vertraulichen Gespräch. Zwar sei der Fall wegen der besonders hohen Zahl von Ansteckungen "etwas herausragend" und die Sorgen der Eltern mehr als verständlich. Die in den sozialen Netzwerken zum Teil verbreiteten Halbwahrheiten über die Krankheit seien jedoch nicht hilfreich gewesen, sagte er am Dienstag in Karlsruhe.

Derzeit verzeichnet die Behörde 4 erkrankte Schüler und 109 infizierte Schüler, Lehrer sowie Beschäftigte der Gemeinschaftsschule. Zu den Infektionen kam es, weil ein erkrankter und hoch ansteckender Schüler viele Wochen lang den Unterricht besucht hatte, ohne dass seine Erkrankung bekannt war. 

Wagner betonte jedoch erneut, Ansteckung sei nicht gleichzusetzen mit Erkrankung und das Risiko dafür sei gering. Die infizierten Personen würden aber zeitnah geröntgt werden, um eine Erkrankung sicher auszuschließen. "Da sind wir hinterher und üben auch Druck aus, wenn nötig", sagte er. Nach Angaben des Gesundheitsamtes sind jedoch keine weiteren Fälle dazugekommen. und nach den Ferien startet der Unterricht wieder wie gewohnt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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