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Karlsruhe: Tipps zur Pilzsaison vom Profi

Hochsaison für Pilze  

Das müssen Pilzesammler rund um Karlsruhe wissen

Von Ariane Lindemann

22.10.2019, 13:43 Uhr
Karlsruhe: Tipps zur Pilzsaison vom Profi. Ein Langhaardackel zwischen Fliegenpilzen: Pilzesammeln ist beliebt, aber auch gefährlich. (Quelle: imago images/Symbolbild/Blickwinkel)

Ein Langhaardackel zwischen Fliegenpilzen: Pilzesammeln ist beliebt, aber auch gefährlich. (Quelle: Symbolbild/Blickwinkel/imago images)

Der Herbst hält Einzug in die Region Karlsruhe und somit beginnt auch wieder die Pilzsaison. Pilzesammeln ist bei Karlsruhern beliebt. Doch bevor man sich auf die Suche macht, sollte man sich gut informieren. Sonst kann es gefährlich werden.

Was es beim Sammeln in freier Natur zu beachten gilt, weiß Markus Scholler, Leiter der AG Pilze des Naturwissenschaftlichen Vereins Karlsruhe. t-online.de-Autorin Ariane Lindemann hat mit ihm gesprochen.

t-online.de: Welche Pilze wachsen in unserer Region?

Markus Scholler: Bei uns gibt es 150 Speisepilzsorten. Besonders oft zu finden sind Steinpilze, Pfifferlinge, Milchlinge, Schopftintlinge, der Parasol und mehrere Arten von Täubchen.

Wann hat welche Pilzsorte bei uns Saison?

Im Herbst kann man nahezu alle hier wachsenden Sorten finden. Im Sommer hingegen sind es vor allem Pfifferlinge, Perlpilze und die sogenannten Sommersteinpilze. Genauere Infos hierzu finden Sie in unserem Pilzkalender.

Wo sind bestimmte Pilze zu finden?

Allgemein mögen Pilze es warm und feucht, deswegen findet man sie besonders an Baumstümpfen und in moosigen Gebieten. Flächen mit viel krautartiger Vegetation mögen sie hingegen gar nicht. Bestimmte Pilzarten tragen ihren bevorzugten Standort sogar im Namen, wie zum Beispiel der Erlengrübling oder der Eichensteinpilz. Unter Birken, Hainbuchen und Pappeln findet man Rotkappen am ehesten. Maronenröhrlinge wachsen gerne unter Kiefern und Fichten. Unter Lärchen sind vor allem Goldröhrlinge zu finden. Als Faustregel könnte man sagen, dass, wenn Sie ein Fleckchen mit Pilzen gefunden haben, wohl auch in unmittelbarer Umgebung weitere zu finden sind.

Was muss man beim Sammeln beachten?

Achten Sie unbedingt darauf, dass das Sammeln von Pilzen in Naturschutzgebieten, Nationalparks und eingezäunten Forstkulturen verboten ist. Zudem sind Pilze sehr wichtig für das Ökosystem, sodass man rücksichtsvoll und bedacht sammeln sollte.

Wie viele Pilze darf man sammeln?

Grundsätzlich dürfen Sie nur für den Eigenbedarf sammeln. Kommerzielles Sammeln ist in Deutschland verboten. Wenn Sie ein Kilogramm pro Person und Tag nicht überschreiten, sind Sie auf der sicheren Seite.

Gibt es Beschränkungen, was bestimmte Sorten anbelangt?

Es gibt einige Sorten, die nicht gesammelt werden dürfen. Darunter fallen Trüffel, Schafporlinge, der Erlengrübling, der Schwarzhütige Steinpilz, der Echte Königsröhrling, der Anhängselröhrling und Sommerröhrling sowie der Blauende Königsröhrling.

Welche giftigen Sorten wachsen bei uns und woran erkennt man diese?

Bei uns in der Region sind Frühjahrslorcheln, Pantherpilze und der Grünblättrige Schwefelkopf hin und wieder zu finden. Besondere Vorsicht gilt aber beim Karbolchampignon und dem Grünen Knollenblätterpilz, da diese am ehesten mit den essbaren Champignons verwechselt werden. Den Karbolchampignon erkennt man am besten an seinem Geruch, der an Desinfektionsmittel erinnert und den Grünen Knollenblätterpilz erkennt man an seinen weißen Lamellen und der häutigen Knolle an der Stielbasis.

Was ist, wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Pilz gefährlich ist oder nicht?

Generell sollte man immer Fachliteratur zu Rate ziehen. Im Zweifelsfall gilt jedoch: Lieber den Pilz stehen lassen, denn eine Pilzvergiftung kann auch tödlich enden. Für Pilz-Anfänger gibt es auch Kurse und Beratungsstellen.


Wie erntet, transportiert und lagert man richtig?

Den Pilz sollte man vorsichtig herausdrehen oder abschneiden und dann am besten in einem Korb nach Hause transportieren. Auch für die Lagerung gilt: Bloß nicht in eine Tüte oder einen verschlossenen Behälter verstauen, denn Pilze ziehen Feuchtigkeit und wenn diese nicht verdunsten kann, schimmeln sie ganz schnell.

Verwendete Quellen:

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