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Karlsruhe: Chatdienst Knuddels feiert Revival

INTERVIEW"Community ist unsere Stärke"  

Chatdienst Knuddels plant Comeback

17.01.2020, 15:34 Uhr
Karlsruhe: Chatdienst Knuddels feiert Revival. Menschen halten Smartphones in den Händen: Der Chatdienst Knuddels.de erfreut sich erneuter Beliebtheit. (Symbolbild) (Quelle: unsplash.com/Robin Worrall)

Menschen halten Smartphones in den Händen: Der Chatdienst Knuddels.de erfreut sich erneuter Beliebtheit. (Symbolbild) (Quelle: unsplash.com/Robin Worrall)

Chatten konnte man auf Knuddels schon, bevor andere Messenger groß wurden. Doch dann wurde es still um die Plattform aus Karlsruhe. Nun erfreut sie sich erneuter Beliebtheit.

Auf der Seite Knuddels.de haben Menschen schon vor Facebook und anderen Messengern miteinander gechattet. Nach dem ersten Hype um die Social-Media-Seite aus Karlsruhe kam die Flaute. Immer weniger Personen nutzten den Chat. Doch in letzter Zeit steigen die Nutzerzahlen wieder – rund 330.000 Menschen besuchen die Seite im Monat. t-online.de hat mit dem Mann hinter Knuddels, Holger Kujath, gesprochen. Er war einst Mitbegründer und ist Geschäftsführer der Seite.

t-online.de: Wie entstand Knuddels.de?

Holger Kujath: Während meines Informatikstudiums in Karlsruhe kam mir im dritten Semester die Idee, einen eigenen Chatraum zu bauen. Das war 1998. Damals gab es noch nicht viele derartige Seiten und die vorhandenen fand ich technisch nicht gut und auch einfach zu langsam. Zudem hatte ich die Vorstellung von einem Chatraum mit einem digitalen Butler, also einem Chatbot. Das wurde dann der Butler James, der immer noch ein fester Bestandteil von Knuddels ist.

Chatten auf Knuddels.de: Auf der Startseite wartet Butler James. (Quelle: Screenshot/Knuddels.de)Chatten auf Knuddels.de: Auf der Startseite wartet Butler James. (Quelle: Screenshot/Knuddels.de)

Wie kam es zum Namen Knuddels.de?

Damals war es ein verbreitetes Hobby unter Informatikstudenten, Domainnamen anzumelden. Daher hatte ich die Domain Knuddels.de schon, als ich die Seite programmierte, und ich fand, sie passte gut zu dem Gedanken, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen sollen.

Was ist die Philosophie hinter der Plattform?

Unsere Mission ist es, Menschen zusammenzubringen. Wir glauben fest daran, dass zwischenmenschliche Beziehungen die Grundlage für das Glück des Menschen sind.

An wen richtet sich Knuddels.de?

Unsere Kernzielgruppe liegt bei den 20- bis 40-Jährigen. Aber allgemein kann sich bei uns jeder registrieren, der über 14 ist und gerne neue Leute kennenlernen möchte.

Wie hat sich die Konkurrenz, wie Facebook und Co., auf die Seite ausgewirkt?

Die meisten anderen sozialen Netzwerke, wie Facebook, schülerVZ und andere, kamen in den Jahren 2005 und 2006 auf. Natürlich waren unsere Nutzerzahlen dann deutlich rückläufig, aber da wir schon länger existierten, hatten wir zum Glück eine solide Nutzerbasis, sodass wir trotzdem weiterbestehen konnten.

In letzter Zeit erlebt die Seite einen Anstieg der Nutzerzahlen, worauf führen Sie das zurück? 

Ich denke, das liegt daran, dass wir nie jemanden kopiert haben. Knuddels.de ist einfach eine spezielle Seite, um Leute kennenzulernen, wohingegen bei Facebook der Fokus darauf liegt, mit schon bekannten Leuten in Kontakt zu bleiben. Zudem achten wir darauf, uns stetig zu verbessern.

Erwarten Sie in der Zukunft einen weiteren Zuwachs?

Wir arbeiten derzeit an Knuddels.de 3.0 und erwarten da schon einen Zuwachs, obwohl man das nie wirklich voraussagen kann. Im Januar soll Knuddels.de 3.0 auf iOS starten und die anderen Plattformen werden dann Schritt für Schritt bis Herbst nachziehen.

Was sind Ihre Vorhaben für die Zukunft, um für weiteren Zuwachs zu sorgen?

Die Plattform soll benutzerfreundlicher werden. Dazu gehört auch, dass wir die Seite vereinheitlichen wollen. Derzeit wird sie auf Android, iOS und dem Browser unterschiedlich dargestellt. Zudem arbeiten wir am Matching-Problem. Das heißt, unser Ziel ist es, anhand von Angaben und Erfahrungen der Nutzer gezielt die richtigen Chaträume für jeden zu empfehlen. Das größte Vorhaben ist aber für 2021 angesetzt. Dann soll Knuddels.de nämlich international werden.

Was unterscheidet Knuddels.de von der Konkurrenz? 

Knuddels.de baut auf eine starke Gemeinschaft auf und der Fokus liegt auf guten Gesprächen. Bis zu 4.000 unserer Nutzer moderieren ehrenamtlich, um dafür zu sorgen, dass sich jeder auf der Seite wohlfühlt und die Richtlinien gewahrt bleiben. Knuddels.de hat einfach eine sehr starke Community.

Vielen Dank für das Gespräch!

Verwendete Quellen:

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