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Anklage gegen mutmaßlichen IS-Terroristen erhoben

Karlsruhe  

Anklage gegen mutmaßlichen IS-Terroristen erhoben

21.02.2020, 15:55 Uhr | dpa

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen einen Iraker erhoben, der als Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ein fünfjähriges Mädchen ermordet haben soll. Weitere Vorwürfe seien unter anderem Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Menschenhandel, teilte die Bundesanwaltschaft am Freitag mit. Verhandelt werden solle gegen Taha A.-J. vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main. Die deutsche Frau des Mannes, Jennifer W. aus Niedersachsen, steht bereits unter anderem wegen Mordes vor dem OLG München.

Taha A.-J. hat sich nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft vor März 2013 dem IS angeschlossen. Im Sommer 2015 habe er aus einer Gruppe jesidischer Gefangener des IS eine Frau und deren fünf Jahre alte Tochter gekauft und versklavt. Beide seien misshandelt worden. Der Angeschuldigte habe das Mädchen als Bestrafung bei sengender Hitze im Freien an ein Fenster gefesselt. Sie sei qualvoll gestorben. Ihren Tod habe Taha A.-J. billigend in Kauf genommen. Jennifer W. habe tatenlos zugesehen. Der Mann sitzt seit Oktober 2019 in Untersuchungshaft, nachdem er im Mai 2019 in Griechenland festgenommen und später nach Deutschland überstellt worden war.

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