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Karlsruhe: Weihnachtshäuser lassen wegen Corona die Lichter aus

Nur eine rote Kerze  

Weihnachtshäuser lassen wegen Corona die Lichter aus

27.11.2020, 08:35 Uhr | dpa

Karlsruhe: Weihnachtshäuser lassen wegen Corona die Lichter aus. Ein Weihnachtshaus (Symbolbild): In diesem Jahr sollen die Huser nicht beleuchtet werden. (Quelle: imago images/Pressedienst Nord)

Ein Weihnachtshaus (Symbolbild): In diesem Jahr sollen die Huser nicht beleuchtet werden. (Quelle: Pressedienst Nord/imago images)

Beleuchtete und geschmückte Häuser gehören zur Weihnachtszeit dazu. In vielen Städten bleiben die berühmten Weihnachtshäuser in diesem Jahr allerdings dunkel.

Ein Weihnachtshaus in Karlsruhe leuchtet in diesem Jahr nicht. Wegen der Corona-Pandemie sollen sich keine Besucher vor den geschmückten Gebäuden ansammeln. Auch in anderen Städten bleiben die Lichter aus. Das erklärten die Verantwortlichen für die sonst üppig beleuchteten Häuser und Gärten in Karlsruhe, Friedrichshafen und Lichtenstein (Kreis Reutlingen). Thorsten Grüger möchte am Weihnachtshaus Neureut in Karlsruhe nur mit einer roten Kerze mahnen und an jene erinnern, die von dem Virus betroffen sind, teilte er mit. Als Beispiele nannte er die Gestorbenen, aber auch betroffene Unternehmen, Gastwirte und Kulturschaffende. Da im vergangenen Jahr zeitweise pro Stunde etwa 200 bis 300 Menschen da waren und damit wieder zu rechnen gewesen sei, bleibe das Licht aus, erklärte er weiter. "Denn es ist für uns unmöglich zu kontrollieren, was auf der Straße bei unseren Zuschauern passiert."

Am Haus von Thorsten Grüger leuchtet eine LED Kerze. Er will an die Menschen erinnern, die wegen des Coronavirus gestorben sind oder darunter leiden.  (Quelle: dpa/Uli Deck)Am Haus von Thorsten Grüger leuchtet eine LED Kerze. Er will an die Menschen erinnern, die wegen des Coronavirus gestorben sind oder darunter leiden.

Ähnlich äußerte sich Thomas Bittelmeyer aus Friedrichshafen: In der Vergangenheit seien an manchen Tagen  – vor allem dem 25. und 26. Dezember – bis zu 200 Menschen gleichzeitig da gewesen. Das sei mit keinem Schutzkonzept vereinbar. Zudem sei zu befürchten, dass es keine anderen Veranstaltungen gibt, weshalb möglicherweise noch mehr Menschen kommen. "Daher die Entscheidung, gar nichts zu machen."

Vorbereitungen für 2021 laufen

Die Gruppe, die in Lichtenstein sonst für Prunk und Farbenspiele in der Vorweihnachtszeit sorgt, habe lange diskutiert, sagte Jörg Meißel. Aber an Wochenenden seien manchmal 150 Leute zu Besuch gekommen, unter der Woche 80 bis 90. "Und es soll ja Spaß machen." Doch auch wenn das Weihnachtshaus dieses Mal dunkel bleibt, gehen die Vorbereitungen weiter  – dann eben für die nächste Saison. "Wir kaufen gerade 30 Figuren ein", sagte Meißel. Zudem hätten sie eine Lieferung mit 10.000 programmierbaren LED-Leuchten bestellt.

In Pliezhausen plant Schwaiger sechs Wochen für den Aufbau. Höhepunkt soll wieder eine acht Meter lange Konstruktion mit Rentieren und Schlitten sein, die er 2006 aus den USA holte. Jedes Jahr müsse er ein bisschen reparieren, sagte Schwaiger. Und jedes Jahr habe er seine Beleuchtung ein Stück weiter perfektioniert. Um Stromkosten zu sparen, steige er - wo möglich - auf LED um. Ein kostspieliges Hobby sei das aber insgesamt, räumte Schwaiger ein und verglich die Investitionen mit einem Kleinwagen. Um den 10. Januar will er mit dem Abbau der Lichter beginnen. Drei Wochen dauere das in etwa.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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