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Buchholz: Schleswig-Holstein bereits Fahrradland Nummer eins

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Buchholz: Schleswig-Holstein bereits Fahrradland Nummer eins

23.07.2019, 09:06 Uhr | dpa

Buchholz: Schleswig-Holstein bereits Fahrradland Nummer eins. Fahrradweg mit Schatten

Ein Radfahrer wirft auf einem ausgewiesenen Radweg seinen Schatten. Foto: Peter Kneffel/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat Forderungen nach einer gleichrangigen Planung von Rad- und Autoverkehr zurückgewiesen. Einerseits sei der Radverkehr verwaltungsrechtlich bereits gleichberechtigt, sagte Buchholz am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Praktisches Problem sei aber der Status Quo, der sich aus den Planungen einer "automobilgerechten Stadt" der 60er und 70er Jahre ergeben habe. Damals seien zuerst Autos, Busse und Lkw gekommen, erst danach Radfahrer und Fußgänger. "Heute wird von außen nach innen geplant." Problem bleibe insbesondere in Städten und Gemeinden der begrenzte Platz durch vorhandene Bebauung.

Der SPD-Verkehrspolitiker Kai Vogel hatte von der Landesregierung mehr Förderung für den Radverkehr gefordert. "Schleswig-Holstein ist von den geografischen Bedingungen das optimale Fahrradbundesland schlechthin", sagte Vogel der dpa. Radfahren müsse attraktiver und sicherer werden. Bei Straßenplanungen und -sanierungen müssten Land und Kommunen den Fahrradverkehr "gleichberechtigt und nicht erst nachrangig zum Autoverkehr mitdenken".

Vogel schlägt die Förderung von fahrradgerechten Ampelschaltungen vor, die sich nicht an den Autos orientieren, eine farbliche Kennzeichnung von Fahrradquerungen bei Kreuzungen und mehr Schilder, die Autofahrer auf Radfahrer hinweisen. Ähnlich wie im Straßenbau regte er einen Sanierungsplan für die überregionalen Radwege an. "Radfahren kann die Antwort auf viele Fragen sein - so auch auf den drohenden Verkehrskollaps in vielen Großstädten." Die Koalition müsse den Radverkehr "auf eine Stufe mit dem Autoverkehr stellen". Dann könne der Norden "Fahrradland Nr. 1 werden".

Buchholz konterte mit dem Hinweis auf einen Vergleich des Bundesverkehrsministeriums von 2014. Demnach ist Schleswig-Holstein bereits das Bundesland mit den meisten Radwegen entlang von Straßen. Es gibt im Land 9353 Straßenkilometer und davon 5202 Kilometer mit Radweg. Die Quote beträgt 55,6 Prozent. Bei Bundesstraßen liegt sie sogar bei 79,2 Prozent, bei Landstraßen bei 63,4 Prozent. Lediglich bei Kreisstraßen reichte es im Länderranking mit 39,8 Prozent nur zu Platz zwei hinter Niedersachsen.

"Gute Ideen sind immer willkommen", sagte Buchholz. Er hätte es aber lieber gesehen, wenn die SPD in ihrer fünfjährigen Regierungszeit bis 2017 mehr für den Ausbau des Radnetzes in Schleswig-Holstein unternommen hätte. Ein Sanierungsplan für das Radwegenetz sei mit CDU und Grünen bereits im Koalitionsvertrag vereinbart und auf dem Weg.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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