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Klimanotstand: Kiel steckt mehr Geld in Radwege

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Klimanotstand: Kiel steckt mehr Geld in Radwege

06.08.2019, 16:27 Uhr | dpa

Klimanotstand: Kiel steckt mehr Geld in Radwege. Fahrradweg

Eine Radfahrerin umfährt ein auf dem Radweg stehendes Auto. Foto: Alexander Heinl/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt Kiel stockt die Mittel für den Bau und die Sanierung von Radwegen deutlich auf. Statt 17 Euro je Einwohner im Jahr sind künftig 30 Euro vorgesehen und damit mehr als im schon fahrradfreundlichen Kopenhagen. Das ist eine konkrete Konsequenz aus der Verkündung des Klimanotstandes im Mai. Stadträtin Doris Grondke stellte am Dienstag einen 23-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz vor, über den die Ratsversammlung am 22. August entscheiden soll. Es ist auch vorgesehen, weitere Fahrspuren, auf denen bisher Autos fahren, den Radfahrern zu überlassen.

Auch sollen das Dauerparken von Autos in der Innenstadt unattraktiver werden, die Mittel zum Austausch von Beleuchtungen hin zu LED steigen und mehr Dächer städtischer Gebäude Solaranlagen bekommen. Weiter ist geplant, zunächst für 100 Haushalte den Austausch von Kühlschränken zu fördern. In der Stadtverwaltung sollen E-Fahrzeuge obligatorisch werden. Mehr Car-Sharing und Diensträder gehören auch zu dem Konzept.

Laut Grondke hat das Programm ein Volumen von 100 Millionen Euro. Dazu würden Fördergelder des Bundes von 20 bis 30 Millionen erwartet. Grondke betonte, Kiel sei schon lange Klimaschutzstadt und ein Vorreiter in Deutschland. Von 250 Projekten aus einem Masterplan Klimaschutz von 2017 seien 119 in der Umsetzung oder abgeschlossen.

Für E-Busse hat die Stadt schon 32 Millionen Euro ausgegeben. Sie wollen nicht erst 2050 die Klimaneutralität erreichen, sondern sofort alle Schritte einleiten, um das früher zu schaffen, erklärte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) schriftlich. Dafür werde ein Konsens in der Stadtgesellschaft benötigt. Ein Hintergrund: Die Hälfte des Energieverbrauchs geht auf das Konto privater Haushalte. Kiel hatte im Mai als eine der ersten Städte in Deutschland und als erste Landeshauptstadt den Klimanotstand ausgerufen. Damit wurde auch beschlossen, geplante Klimaschutzmaßnahmen zu beschleunigen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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