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Kieler Klinikeröffnung gerät zum Pop-Ereignis

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Kieler Klinikeröffnung gerät zum Pop-Ereignis

16.08.2019, 17:06 Uhr | dpa

Kieler Klinikeröffnung gerät zum Pop-Ereignis. Sarah Connor

Sarah Connor bedankt sich mit einem Konzert für die erfolgreiche Herzoperation ihrer Tochter im Jahre 2006. Foto: Sarah Connor/Archivbild (Quelle: dpa)

Statt langer Wartezeit bei der Anmeldung, checken sich Patienten am neuen Kieler Uniklinikum selbst ein - mit der Krankenkassenkarte. 27 Stationen, Operationssäle und 340 Patientenzimmer sind in dem "Klinikum der Zukunft" unter einem Dach vereint. Das erspart sowohl dem medizinischen Personal und den Kranken Wege und geht mit vielen digitalen Neuerungen einher. Auf dem Zimmer nutzen Patienten das Krankenhaus-Infoterminal auch zur Wahl von einem der täglich bis zu 30 Menüs.

Das sechsstöckige Gebäude ist das neue Herz des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) - Zuhause von 13 bislang über den Campus verteilten Kliniken. "Das ist die modernste Klinik in Deutschland", sagte UKSH-Vorstandschef Jens Scholz. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach gar von "einem echten Jahrhundertprojekt".

Rund vier Jahre lang wurde an dem neuen Klinikzentrum gebaut. Es ist mehr als 64 000 Quadratmeter groß und bietet Platz für 17 Normal- und 10 Intensivstationen. Mehrere tausend der gut 7000 Beschäftigten am Kieler Standort kümmern sich dort künftig um das Wohl der Patienten. "Wir haben hier an einem Punkt fast alles zentriert", sagte Sprecher Oliver Grieve. "Das ist eine neue Welt."

Diese neue Krankenhauswelt kostet nach Klinikangaben 321 Millionen Euro und wurde "fristgerecht und im Kostenrahmen" fertiggestellt, wie Scholz sagte. 6000 Tonnen Stahl seien verbaut worden, das entspreche dem Pariser Eiffelturm. Mehr als 42 000 Tonnen Beton seien verwendet worden. "Das ist soviel wie im Empire State Building."

"Voller Stolz verkünden wir: Neubau geschafft", sagte Scholz. Digitale Neuerungen brächten den Patienten einen "Fast Track zum Arzttermin". Ende kommender Woche soll der Umzug erfolgen.

Die feierliche Eröffnung mit 700 geladenen Gästen und einem Tag der offenen Tür geriet am Freitag zu einem Pop-Ereignis. Vor den Türen des Neubaus verfolgten das Geschen im Inneren nach UKSH-Angaben rund 5000 Menschen auf Großbildleinwänden. Drinnen bedankte sich Popsängerin Sarah Connor (39) mit einem Gratis-Konzert bei den Ärzten und Pflegern für eine Herzoperation ihrer Tochter Summer.

Zwischen den fünf Songs forderte sie die Pfleger auf, zu ihr vor die Bühne zu kommen. "Ich möchte mich bei Euch revanchieren", sagte Connor an das Klinikpersonal gerichtet. Der Auftritt sei ihr eine Herzensangelegenheit. "Das ist ein sehr schöner, besonderer Moment für mich heute."

Summer, eines von vier Kindern der Sängerin, war 2006 in Kiel erfolgreich am Herzen operiert worden. Vor der Geburt des Mädchens war ein Herzfehler festgestellt worden. Sie habe gemeinsam mit ihrer Tochter am Freitag die Station besucht, auf der sie damals gelegen habe, sagte Connor.

"Das war eine sehr intensive Zeit. Wir haben alle Orte besucht in Kiel, wo Summers Daddy und ich damals gesessen und gebetet haben, dass die Operation gut verläuft." Ihre Tochter sei gesund und wundervoll geworden.

Bis 2022 wird Schleswig-Holsteins größtes Klinikum in Kiel und Lübeck mit mehr als 14 000 Beschäftigten umfangreich modernisiert. Laut Wissenschaftsministerium belaufen sich die Kosten für die Neubauen in öffentlich-privater Partnerschaft auf rund 780 Millionen Euro. Anfang November soll am Campus Lübeck ebenfalls ein neues Klinikzentrum eröffnen.

Dabei wird es aus finanzieller Sicht aber nicht bleiben. Im Frühjahr hatte das UKSH zusätzlichen Finanzbedarf angemeldet. Laut Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) gibt es im Grundsatz Einigkeit über weiteren Bedarf von schätzungsweise 400 Millionen Euro. Regierungschef Günther erklärte unmissverständlich: "Die Landesregierung steht hinter seinem UKSH."

Bis Ende des Jahres will die Regierung weitere Entscheidungen auf den Weg bringen. Im April hatte Vorstandschef Scholz für das mit mehr als 800 Millionen Euro verschuldete Klinikum 130 Millionen Euro jährlich mehr vom Land gefordert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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