Sie sind hier: Home > Regional > Kiel >

Schleswig-Holstein holt mindestens 85 Flüchtlinge aus Lager

Kiel  

Schleswig-Holstein holt mindestens 85 Flüchtlinge aus Lager

12.09.2019, 17:13 Uhr | dpa

Schleswig-Holstein holt mindestens 85 Flüchtlinge aus Lager. Torsten Geerdts

Torsten Geerdts, Staatsekretär im schleswig-holsteinischen Innenministerium, steht im Landeshaus von Kiel. Foto: Carsten Rehder/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach langwierigen Auswahl- und Überprüfungsverfahren wird Schleswig-Holstein mindestens 85 Menschen aus einem Flüchtlingslager in Kairo aufnehmen. Voraussichtlich Ende November/Anfang Dezember werde das Kontingent im Norden eintreffen, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts (CDU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Die Landesregierung hatte angekündigt, bis 2022 zusätzlich 500 "besonders schützenswerte" Flüchtlinge aufzunehmen, insbesondere Frauen.

Das in Kairo zusammengestellte Kontingent umfasste laut Geerdts eigentlich 123 Menschen. Nach Sicherheitsinterviews wurden aber in zwölf Fällen Bedenken geltend gemacht, von denen auch Familienverbände betroffen waren. Von den verbliebenen 93 Menschen ist die Ausreise einer achtköpfigen Familie nach Schleswig-Holstein noch offen. Von den 93 Menschen stammen 42 aus Syrien, 27 aus Südsudan, 21 aus Sudan, zwei aus Somalia und einer aus Eritrea.

Die Zielgruppe des Landesprogramms, alleinstehende Frauen mit Kindern, die Opfer traumatisierender Gewalt geworden sind, stellten nicht die ausschließliche Kategorie der Dossiers des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR dar, hatte Geerdts bereits am Vortag im Innenen- und Rechtsausschuss des Landtags berichtet. "Vielmehr waren diese Frauen häufig eingebunden in eine familiäre Konstellation. Insofern stellt sich das Profil unseres Kontingentes in diesem Punkt tendenziell anders als zunächst erwartet dar." Im nächsten Jahr will Schleswig-Holstein mindestens 200 weitere Flüchtlinge im Rahmen des Landesprogramms aufnehmen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage


shopping-portal