Sie sind hier: Home > Regional > Kiel >

Schleswig-Holstein macht Druck bei Bahn-Elektrifizierung

Kiel  

Schleswig-Holstein macht Druck bei Bahn-Elektrifizierung

20.09.2019, 12:20 Uhr | dpa

Schleswig-Holstein macht Druck bei Bahn-Elektrifizierung. Deutsche Bahn

Das Logo der Deutschen Bahn. Foto: Oliver Berg/Archivbild (Quelle: dpa)

Schleswig-Holstein will die Bahn-Elektrifizierung vorantreiben. Dazu reichte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Freitag im Bundesrat eine Initiative zur zügigen Umsetzung ein. "Wenn wir ein Klimapaket schnüren wollen, das diesen Namen auch verdient, dann wird der Bund die Elektrifizierung von Regionalstrecken komplett selbst zahlen müssen", sagte der FDP-Politiker seinem Haus zufolge. "Nur so wird es gelingen, in den kommenden sechs Jahren bundesweit 70 Prozent des Schienenverkehrsnetzes elektrifiziert zu haben."

Im Norden haben nur 376 von 1275 Kilometern Schiene Oberleitungen. Auf knapp 900 Kilometern fahren die Züge mit Diesel. Mit unter 30 Prozent ist die Elektrifizierungsquote die niedrigste in Deutschland. Der Bundesschnitt beträgt 54 Prozent. Laut Buchholz würde eine 70-prozentige Elektrifizierung zehn Millionen Liter Diesel jährlich einsparen und die CO2-Emissionen um 26 000 Tonnen im Jahr senken.

Buchholz fordert auch, dass nicht nur wie geplant die Fehmarnbelt- Linie sowie die Strecken Lübeck-Bad Kleinen, Itzehoe-Brunsbüttel und Hamburg-Kaltenkirchen elektrifiziert werden. Das müsse auch für die Sylt-Strecke sowie für Lübeck-Kiel und Bad Oldesloe-Neumünster gelten. "So ein Elektrifizierungsschub ist im Norden umso sinnvoller, weil gerade in Schleswig-Holstein viel überschüssige Windenergie erzeugt wird, die direkt für den Fahrstrom genutzt werden könnte."

Die Bundesregierung sollte beim Förderprogramm die lokal erzeugte Energie und den niedrigen Elektrifizierungsgrad von Ländern berücksichtigen, sagte Buchholz. Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) will bisher über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz gehen, mit einer 40-Prozent-Beteiligung der Länder. Aus diesem Topf können auch nur Projekte über 50 Millionen Euro gefördert werden. Damit drohen laut Buchholz die Verzögerung oder gar Verhinderung von Vorhaben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal