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Prüfung der Sicherheit der Synagogen in Schleswig-Holstein

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Prüfung der Sicherheit der Synagogen in Schleswig-Holstein

17.10.2019, 07:58 Uhr | dpa

Prüfung der Sicherheit der Synagogen in Schleswig-Holstein. Walter Blender

Walter Blender, Vorsitzender des LAndesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Schleswig-Holstein, steht vor der Synagoge. Foto: Markus Scholz/dpa (Quelle: dpa)

Nach dem Attentat von Halle werden Sicherheitsvorkehrungen für Synagogen in Schleswig-Holstein überprüft. "Grundsätzlich fühlen sich die Gemeinden von der Polizei geschützt", sagte der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden, Walter Blender, der Deutschen Presse-Agentur. "Aber es herrscht Unsicherheit, ob der Schutz ausreichend ist oder nicht." Der Schutz von Synagogen ist auch Thema der Innenminister von Bund und Ländern bei einem Treffen am Freitag in Berlin.

Den Gemeinden sei klar, dass es absoluten Schutz nicht gebe, sagte Blender. Insgesamt könne die Sicherheitslage im Norden als gut bezeichnet werden. Dort gibt es neun arbeitende Synagogen beziehungsweise Gemeindezentren. "Unmittelbar nach dem Anschlag in Halle wurden die Sicherheitsmaßnahmen für sämtliche Gemeindezentren erhöht."

"Stadt und Land bieten Hilfe an, das Landeskriminalamt berät in diesen Tagen vor Ort", sagte Blender. Die Synagogen würden bislang unterschiedlich geschützt. Die Lübecker Synagoge werde regelmäßig von der Polizei aufgesucht. Davor befinde sich zudem ein Wachcontainer der Polizei mit Präsenz rund um die Uhr. Landespolizeidirektor Michael Wilksen und Kultusministerin Karin Prien (CDU) hätten die Vorsitzenden der jüdischen Verbände zu Gesprächen und Absprachen über die Sicherheit eingeladen.

Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) sagte der dpa, "wir haben selbstverständlich umgehend nach den schrecklichen Vorfällen in Halle unsere Sicherheitsmaßnahmen noch einmal überprüft und angepasst".

Am 9. Oktober hatte ein Attentäter schwer bewaffnet versucht, in die Synagoge in Halle an der Saale einzudringen, wo rund 50 Gläubige den jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan misslang, erschoss der Täter auf der Straße eine 40 Jahre alte Frau und kurz darauf einen 20-jährigen Mann in einem Döner-Imbiss. Es gab mehrere Verletzte. Der 27-Jährige ist in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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