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Windkraft-Branche fordert stärkeren Zubau von Windrädern

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Windkraft-Branche fordert stärkeren Zubau von Windrädern

17.11.2019, 08:07 Uhr | dpa

Windkraft-Branche fordert stärkeren Zubau von Windrädern. Windkraft

Die Sonne geht hinter Windkraftanlagen unter. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa (Quelle: dpa)

Schleswig-Holsteins Windkraft-Branche lehnt einen bundeseinheitlichen Mindestabstand von neuen Windrädern zu Wohnhäusern strikt ab. Der Bund behindere mit immer neuen Restriktionen die Energiewende, sagte Landesgeschäftsstellenleiter Marcus Hrach. Die Landesregierung müsse gemeinsam mit Branche und Kommunen einen geordneten Zubau organisieren.

Die im Norden diskutierte Einführung einer pauschalen 5H-Abstandsregelung, wonach die Distanz zu Siedlungen mindestens die fünffache Anlagenhöhe betragen muss, passe dabei nicht ins Bild, sagte Hrach. Die Kieler Koalition müsse die bereits bebaute Fläche stärker in den Fokus nehmen und dürfe das Repowering nicht durch eine 5H-Regelung beschränken.

Auch Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) ist gegen die Pläne der Bundesregierung. "Eine bundeseinheitliche Abstandsregelung wäre ein harter Schlag für die Windkraft in Deutschland", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Komme die geplante Bundesvorgabe von mindestens 1000 Metern Abstand zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen, könne es perspektivisch keinerlei Zuwachs bei der Windenergie geben.

"Für Schleswig-Holstein ist klar, dass wir dieser Vorgabe nicht folgen werden und in jedem Fall eine Abweichung vom bundesrechtlichen Grundsatz beschließen", sagte Albrecht. Die Landesregierung halte an der Verabschiedung der Regionalplanung 2020 fest und werde den Ausbau der Windkraft im Land wie geplant weiter forcieren. Ziel bleibe, zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft auszuweisen und zehn Gigawatt Gesamtleistung bis 2025 zu erreichen.

Bundesregierung und Koalitionsspitzen haben sich darauf geeinigt, dass zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen künftig mindestens 1000 Meter Abstand sein sollen, um die Akzeptanz bei Anwohnern zu vergrößern. Ein Gesetzentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht vor, dass das ab mehr als fünf Häusern gelten soll, und der Abstand auch von Häusern gehalten werden muss, die erst noch gebaut werden könnten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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