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Bekannten mit Hantel erschlagen: Sechs Jahre Haft

Kiel  

Bekannten mit Hantel erschlagen: Sechs Jahre Haft

19.11.2019, 07:26 Uhr | dpa

Bekannten mit Hantel erschlagen: Sechs Jahre Haft. Landgericht in Kiel

Blick auf einen Briefkasten amd Gebäude des Landgerichtes in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Weil er einen Bekannten mit einer fünf Kilogramm schweren Hantel erschlug, ist ein 48 Jahre alter Mann aus Kiel am Dienstag zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Außerdem ordnete das Landgericht Kiel die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Das Schwurgericht sah es als erwiesen an, dass der 48-Jährige das Opfer Mitte April im Streit tötete. Es wertete die Tat als Totschlag. Das Gericht ging von einem minderschweren Fall aus und sah eine erheblich verminderte Steuerungsfähigkeit bei dem Angeklagten. Der Mann habe sich reuig verhalten, sich sofort gestellt und die Tat im Wesentlichen gestanden.

Der Angeklagte hatte gestanden, den langjährigen Bekannten im Streit erschlagen zu haben. Täter und Opfer waren alkohol- und drogenabhängig und wurden substituiert. Dem Geständnis zufolge tranken die Männer am Tatabend eine Flasche Wodka und etliche Biere. Laut einem Gutachter hatten Opfer und Täter beide so viel Alkohol und Drogen im Blut, dass es jeden anderem im Gerichtssaal umgebracht hätte.

Er sei eingenickt und am frühen Abend durch einen Schlag seines Bekannten auf sein Knie wieder wach geworden, sagte der Angeklagte im Prozess. Als er den 59-jährigen gefragt habe, warum, habe der - mit einem Messer in der Hand - gesagt, er sei eine Lusche und er könne ihm noch ganz anders wehtun. Dem Argument, er habe in Notwehr gehandelt, folgte das Gericht indes nicht. "Es handelte sich um eine Tat nicht aus Furcht und Schrecken, sondern aus Wut und Verärgerung über das Verhalten des Bekannten", sagte der Vorsitzende Richter. Es sei eine "brachiale Gewaltexplosion" gewesen. Der Brustkorb des 59-Jährigen wurde durch den Angriff völlig zertrümmert. Im Gesicht des Toten hatte sich die Gewichtsangabe der Hantel "5kg" eingeprägt.

Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis, die Verteidigung sechs Jahre gefordert. Beide plädierten zudem auf Unterbringung des Suchtkranken im Maßregelvollzug. Die Verteidigung verzichtete auf Rechtsmittel, die Staatsanwaltschaft behielt sich vor, Rechtsmittel einzulegen. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, kann der 48-Jährige in die Entziehungsanstalt. Bis dahin verbleibt er in U-Haft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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