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Albrecht will Moore zu CO2-Speichern machen

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Albrecht will Moore zu CO2-Speichern machen

05.12.2019, 07:27 Uhr | dpa

Albrecht will Moore zu CO2-Speichern machen. Moore in Schleswig-Holstein

Reste abgestorbener Bäume zwischen Moos und Gräsern im sumpfigen Untergrund. Foto: Daniel Reinhardt/dpa (Quelle: dpa)

Mit Hilfe von Mooren, neuen Wäldern und Grünland will Umweltminister Jan Philipp Albrecht Schleswig-Holsteins Klimabilanz kräftig aufbessern. "Ziel ist die jährliche Bindung von 700 000 Tonnen klimaschädlichem Kohlendioxid bis 2030", sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Das entspreche in etwa dem Ausstoß eines kleineren Kohlekraftwerks.

Für den Einstieg in einen "biologischen Klimaschutz" stünden im Norden sofort drei Millionen Euro zusätzlich bereit. Das Geld soll in den bereits bestehenden Moorschutzfonds der Stiftung Naturschutz fließen. Albrechts Strategie besteht aus der Wiedervernässung von Moorböden, der Bildung neuer Wälder und der Umwandlung von Acker- in Grünland, insbesondere auf Moorböden.

Die Landesregierung will darüber hinaus beispielsweise Landwirte fördern, wenn sie ihre Moorböden künftig mit einem höheren Wasserstand bewirtschaften, statt sie mit Dränagen zu entwässern. "Das ist die schnellste Möglichkeit, wie man Treibhausgase in der Landwirtschaft einsparen kann", sagte Albrecht. Das CO2-Einsparpotenzial sei dort um ein Vielfaches höher als beim Aufforsten im selben Umfang. Durch intensive Nutzung solcher Moorböden mit niedrigem Wasserstand entwichen Kohlenstoffverbindungen in die Atmosphäre. "Das ist ein irreversibler Vorgang."

Albrecht hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) in einem der dpa vorliegenden Schreiben aufgefordert, die im Klimapaket in Aussicht gestellten zusätzlichen Mittel für die Länder in Höhe von 40 Millionen Euro im kommenden Jahr auch für neue Wälder und den Moorschutz freizugeben. Um das Ziel einer Einsparung von 700 000 Tonnen CO2 jährlich zu erreichen, sind laut Albrecht etwa fünf Millionen Euro pro Jahr im Norden nötig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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