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Mobilfunkanbieter wollen Funklöcher im Norden stopfen

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Mobilfunkanbieter wollen Funklöcher im Norden stopfen

05.12.2019, 13:41 Uhr | dpa

Mobilfunkanbieter wollen Funklöcher im Norden stopfen. "Kein Netz" ist auf einem Handy-Display zu lesen

"Kein Netz" ist auf einem Handy-Display zu lesen. Foto: Inga Kjer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die großen Mobilfunkanbieter wollen die mehr als 500 Funklöcher in Schleswig-Holstein stopfen und die Leistung bestehender Netze verbessern. Aktuell gebe es im Bereich der reinen Telefonie im Norden noch 190 Funklöcher. Bei der Datenversorgung durch das LTE-Netz habe in 341 Fällen zumindest einer der Anbieter Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) kein Netz, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Donnerstag nach einem Treffen mit den Mobilfunkkonzernen in Kiel. "Wir wollen systematisch die Funklöcher im Land schließen."

Vertreter der Mobilfunkanbieter sicherten bei dem Treffen im Wirtschaftsministerium zu, bis Ende kommenden Jahres 174 neue Masten aufzustellen und knapp 750 bestehende Anlagen technisch aufzurüsten. "Dadurch dürfte sich die Zahl der Funklöcher bis Ende nächsten Jahres bei der Sprachtelefonie um mindestens 27 auf 163 und bei der Datenversorgung um mindestens 60 auf 281 vermindern", sagte Buchholz. Im Gegenzug wolle das Land die Netzanbieter bei der Suche nach Orten für neue Masten, der Beschleunigung der Genehmigungen und der Nutzung von Polizeifunk-Masten für den Mobilfunk helfen.

Deutsche Telekom und Vodafone kündigten an, in den kommenden drei Jahren im Norden jeweils etwa 30 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren. Telefónica nannte keine Zahlen für das nördlichste Bundesland. "Das sind rund 240 zusätzliche Standorte und über 300 Erweiterungen", sagte der Leiter Strategische Mobilfunkplanung Access bei der Telekom, Holger Witte. Ein neuer Mast koste etwa 300 000 Euro. Bereits heute sei die LTE-Abdeckung von 98,3 Prozent der Haushalte aber besser als in anderen Bundesländern.

Laut Vodafone-Geschäftsleitungsmitglied Dirk Ebrecht entsprechen 98 Prozent Abdeckung der Haushalte in der Praxis einer Versorgung von drei Vierteln der Landesfläche. Die letzten ein, zwei Prozent Abdeckung bei der Versorgung der Haushalte mit Mobilfunk seien "teuer und kompliziert". Auch Telefónica-Vorständin Valentina Daiber verwies auf die Kosten. "Für weiße Flecken, die sich wirtschaftlich nicht schließen lassen, braucht es den Schulterschluss von Politik und Wirtschaft." Sie begrüße, dass das Land helfen wolle, Hemmnisse beim Ausbau aus dem Weg zu räumen.

Das Breitbandkompetenzzentrum Schleswig-Holstein will ein unabhängiges Mobilfunkkataster für den Norden erstellen. "Eine flächendeckende Mobilfunkversorgung ist für die Entwicklung Schleswig-Holsteins zwingend", sagte Gemeindetag-Geschäftsführer Jörg Bülow.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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