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SPD: Missstände in Kindererholungsheimen aufarbeiten

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SPD: Missstände in Kindererholungsheimen aufarbeiten

09.12.2019, 07:23 Uhr | dpa

SPD: Missstände in Kindererholungsheimen aufarbeiten. Birte Pauls (SPD)

Birte Pauls (SPD), Abgeordnete im Landtag von Schleswig-Holstein, steht im Landeshaus von Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die SPD fordert vom Land Unterstützung für die historische Aufarbeitung von Misshandlungen und Missbrauch in Kindererholungsheimen und -stätten in Schleswig-Holstein in den 1950er bis 1980er Jahren. "Viele Kinder kamen von sogenannten Verschickungen schwer traumatisiert zurück", sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Birte Pauls. Die Landesregierung solle dazu im Landtag im Januar berichten, heißt es im Antrag, den die SPD in dieser Woche ins Parlament einbringen will. Ehemalige Betroffene hatten im November auf Sylt den Kongress "Das Elend der Verschickungskinder" organisiert und das Thema in den Blick gerückt.

Die Betroffenen berichteten von schwersten Misshandlungen, Missbrauch, Gewalt, Demütigung und Erniedrigung. "Kuraufenthalte sind für die Betroffenen zu einem wahren Alptraum geworden", betonte die Politikerin. "Wir fordern die Landesregierung dazu auf, die Aufarbeitung der Geschehnisse (...) zu unterstützen. Das Leid muss aufgeklärt werden", forderte Pauls.

Bereits die rund 70 Kongress-Teilnehmer hatten dies gefordert. Bund, Länder und die Trägereinrichtungen der Kurheime sollten gemeinsam mindestens drei Millionen Euro zur Verfügung stellen - für eine Anlaufstelle zur Beratung und Vernetzung Betroffener sowie ein Forschungsprojekt, das die zahlreichen Erlebnisberichte auswertet und Gruppen von Betroffenen bei ihren eigenen Recherchen lokal begleitet. Es gehe nicht um Mitleid, betonten die Kongressteilnehmer. Die Aufarbeitung solle für die Zukunft die Wachsamkeit gegenüber institutioneller Gewalt erhöhen und den Schutz von Kindern fördern.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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