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Landtag debattiert über Verbot von umstrittenem Kinder-Spiel

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Landtag debattiert über Verbot von umstrittenem Kinder-Spiel

13.12.2019, 01:12 Uhr | dpa

Landtag debattiert über Verbot von umstrittenem Kinder-Spiel. Landtagssitzung in Kiel

Die Oslo-Fähre "Color Fantasy" ist während der Sitzung des Landtages durch die Fenster des Plenarsaals zu sehen. Foto: Carsten Rehder/dpa (Quelle: dpa)

Der Landtag kommt heute zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr zusammen. Die Abgeordneten befassen sich unter anderem mit dem umstrittenen pädagogischen Spiel "Original Play". Die AfD fordert, das Spiel, bei dem sich Erwachsene in engem Körperkontakt mit Kindern im Kindergarten balgen, zu verbieten. Es bestehe das Risiko des Missbrauchs, sagte der AfD-Abgeordnete Frank Brodehl. Die Regierungsfraktionen von CDU, Grünen und FDP haben einen eigenen Antrag eingebracht. Darin fordern sie den Landtag auf, sich gegen das Konzept des "Original Play" auszusprechen.

Das Landesjugendamt hatte im November alle Träger von Kitas und Jugendhilfeeinrichtungen über die ablehnende Einschätzung der Landesregierung informiert. Das Landesjugendamt kam zu dem Schluss, dass ein pädagogischer Mehrwert nicht gesehen werde, "sondern im Gegenteil die Methode unter pädagogischen Gesichtspunkten und mit Blick auf das Kindeswohl sehr kritisch zu bewerten ist". Mehrere Bundesländer, darunter Hamburg, Bayern und Berlin, haben die Methode des Amerikaners Fred Donaldson verboten oder abgelehnt.

Laut Antwort des Sozialministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD liegen der Regierung bislang keine Erkenntnisse über "Original Play"-Kurse in Kitas oder Missbrauchsfälle in Schleswig-Holstein vor. Die Methode "Original Play" werde innerhalb der Nordkirche nicht angewandt, teilte die Nordkirche auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Original Play" sei in der Vergangenheit zwischen 2011 und 2018 in drei Hamburger Kitas angeboten worden.

Ein weiteres Thema der Landtagssitzung ist die Gründung einer Friesenstiftung. Ohne Aussprache soll das Gesetz hierfür in zweiter Lesung verabschiedet werden. Das Stiftungsvermögen wird 1,5 Millionen Euro betragen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat die Stiftung für die friesische Volksgruppe als "ein wichtiges Signal ins Land" bezeichnet. Die Stiftung sei das klarste Bekenntnis für den Schutz und dauerhaften Bestand der friesischen Volksgruppe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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