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Landtag beschließt Friesenstiftung

Kiel  

Landtag beschließt Friesenstiftung

13.12.2019, 14:58 Uhr | dpa

Landtag beschließt Friesenstiftung. Frauen tanzen in Föhrer Trachten vor dem Landeshaus in Kiel

In ihren echten Föhrer Trachten tanzen drei Frauen vor dem Landeshaus in Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der Landtag hat die "Stiftung für die Friesische Volksgruppe in Schleswig-Holstein" beschlossen. Das Parlament stimmte am Freitag einmütig der Gesetzesvorlage ohne Aussprache in zweiter Lesung zu. Das Stiftungsvermögen beträgt 1,5 Millionen Euro. Zweck der Stiftung soll sein, Kunst und Kultur ebenso zu fördern wie die friesische Sprache, Volksbildung und Forschung, die Heimatpflege und das traditionelle Brauchtum.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte bereits bei der ersten Lesung im Parlament im September die Stiftung als "ein wichtiges Signal ins Land" bezeichnet. Die Sprachencharta Schleswig-Holsteins schütze auch das Friesische. Die Stiftung sei das klarste Bekenntnis für die friesische Volksgruppe - nicht nur zum Schutz, sondern zum dauerhaften Bestand. Er sei froh, dass es im Land einen so breiten demokratischen Konsens gebe, sagte Günther. Lars Harms vom SSW hatte von einem historischen Schritt gesprochen. Zentrales Ziel müsse sein, das Friesische zu erhalten.

Die ersten Schritte zur Errichtung einer Friesenstiftung gehen auf das Jahr 1995 zurück. Damals wurden umgerechnet eine halbe Million Euro in die Kulturstiftung des Landes mit der Maßgabe gegeben, das Geld später einer noch zu gründenden Friesenstiftung zur Verfügung zu stellen. Vorbild ist die im Zuge der deutschen Einheit gegründete Stiftung für das sorbische Volk. Seit 2014 werden für die Stiftung jedes Jahr fast 300 000 Euro aus der Lotteriezweckabgabe beiseitegelegt. Eine Kooperation mit Niedersachsen zur Gründung einer Stiftung für alle Friesen in Deutschland wurde 2017 geprüft - ohne Erfolg. Sitz der Stiftung wird Kiel.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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