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Kiel: Kieler Woche – Grüne streiten um "Entmilitarisierung"

Streit um "Entmilitarisierung"  

Grünen-Führung für Präsenz der Marine auf Kieler Woche

12.02.2020, 16:06 Uhr | dpa

Kiel: Kieler Woche – Grüne streiten um "Entmilitarisierung". Marineschiff: Die Bundeswehr nimmt erneut an der Kieler Woche teil. (Quelle: dpa/Archivbild/picture alliance/Carsten Rehder)

Marineschiff: Die Bundeswehr nimmt erneut an der Kieler Woche teil. (Quelle: Archivbild/picture alliance/Carsten Rehder/dpa)

Im Streit um eine "Entmilitarisierung" der Kieler Woche haben sich die Grünen in Schleswig-Holstein nun hinter die Präsenz der Marine beim Segel-Event gestellt. Zuvor hatte es Kritik vom Kreisverband in Kiel gegeben.

Schleswig-Holsteins Grünen-Führung und die Spitze des Kieler Kreisverbands hat Forderungen aus der eigenen Partei nach einer "Entmilitarisierung" der Kieler Woche geschlossen abgelehnt. "Für uns Grüne gilt unverändert, dass die Bundeswehr und damit auch die Marine Teil der Kieler Woche bleiben soll", hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung.

Die Präsenz der Marine sei fester Bestandteil des Sommerfests. Open-Ship-Events und Festveranstaltungen sorgten für Transparenz, internationale Freundschaften und Dialog mit und unter Soldaten.

Neben den Landesvorsitzenden Steffen Regis und Ann-Kathrin Tranziska stammt die Erklärung von Finanzministerin Monika Heinold, Landtags-Fraktionschefin Eka von Kalben, den beiden Kieler Kreisvorsitzenden Luca Köpping und Swaantje Bennecke sowie der Chefin der Kieler Ratsfraktion Jessica Kordouni.

Die Grünen-Führung führt aus, dass die Bundeswehr in die Mitte der Gesellschaft gehöre. "Die Bundeswehr von der Kieler Woche zu verdrängen, war nie und ist nicht unser Ziel." Sie forderten aber eine Debatte darüber, in welcher Form und in welchem Gewässer Nato-Manöver absolviert werden, auch und insbesondere unter Berücksichtigung von Umwelt- und Tierschutz. Bereits am Dienstag hatte sich Heinold klar von Forderungen des Kieler Kreisverbands distanziert.

Nach Auffassung der Kieler Grünen passen in das Bild der Kieler Woche als friedliches Segel- und Volksfest weder die dann stattfindende "Kriegskonferenz" des Instituts für Sicherheitspolitik der Kieler Uni noch Manöver in der Ostsee oder die Präsenz von Marineschiffen und Werbung der Bundeswehr.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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