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Ausgangssperre in Schleswig-Holstein bisher nicht geplant

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Ausgangssperre in Schleswig-Holstein bisher nicht geplant

19.03.2020, 18:47 Uhr | dpa

Ausgangssperre in Schleswig-Holstein bisher nicht geplant. Heiner Garg spricht während einer Pressekonferenz

Heiner Garg, Gesundheitsminister in Schleswig-Holstein, spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Frank Molter/dpa (Quelle: dpa)

Eine allgemeine Ausgangssperre in Schleswig-Holstein wegen der Corona-Epidemie ist bisher offenbar nicht von der Landesregierung geplant. "Die Behörden des Landes sind dabei, alle bisher beschlossenen Maßnahmen umzusetzen", sagte Regierungssprecher Peter Höver am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Das muss seine Wirkung erzielen. Es gibt mildere Maßnahmen als eine pauschale Ausgangssperre."

Bayern hat am Freitag zur Eindämmung des Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Auch das Saarland will Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen.

Für Schleswig-Holstein hatte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Donnerstagabend eine Ausgangssperre nicht grundsätzlich ausgeschlossen. "Wenn sich die Menschen nicht an die bisher beschlossenen Maßnahmen halten, dann ist als allerletztes Mittel oder ein Mittel der Wahl auch eine Ausgangssperre denkbar", sagte Garg und fügte hinzu: "Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass wir solche Maßnahmen nicht brauchen und dass wir so gemeinsam daran arbeiten, unser Leben auch wieder zurückbekommen."

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus ist in Schleswig-Holstein binnen eines Tages um rund ein Viertel auf 321 Fälle gestiegen. Erfasst sind die bis einschließlich Donnerstag gemeldeten Nachweise. 21 Patienten befinden sich mittlerweile in klinischer Behandlung, wie das Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Bislang wurde weiterhin ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Am Donnerstag hatte das Ministerium die Zahl der Covid-19-Fälle bis einschließlich Mittwoch mit 253 angegeben.

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