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Kliniken im Land rüsten sich für Anstieg der Corona-Fälle

Kiel  

Kliniken im Land rüsten sich für Anstieg der Corona-Fälle

25.03.2020, 06:24 Uhr | dpa

Anwerben von Freiwilligen, Umorganisationen und Absage von planbaren Eingriffen: Die großen Krankenhäuser in Schleswig-Holstein bereiten sich mit verschiedenen Maßnahmen auf einen Anstieg von Corona-Fällen vor - und sehen sich in der Regel gut aufgestellt. Nach Angaben der Landesregierung lag die Zahl der bestätigten Infektionen in Schleswig-Holstein bis einschließlich Montag bei 544 Fällen. Damit waren im nördlichsten Bundesland 77 Menschen mehr mit Covid-19 infiziert als einen Tag zuvor. 50 Patienten im Norden befinden sich in klinischer Behandlung.

"Wir haben zur Zeit nur eine geringe Anzahl von Corona-Fällen", sagte eine Sprecherin des FRIEDRICH-EBERT-KRANKENHAUSES NEUMÜNSTER. Auf einen Anstieg der Fälle fühle sich das Haus vorbereitet. Die Personalsituation sei noch ausreichend. Zudem werde in Neumünster daran gearbeitet, Freiwillige anzuwerben - mit dem Ziel einer strukturierten Einsatzmöglichkeit. Es gibt nach Angaben der Sprecherin vereinzelt Anfragen von Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, darunter auch schon Gebäudereiniger sowie einige Medizinstudenten und oft Schüler.

Im WESTKÜSTENKLINIKUM mit seinen Standorten in HEIDE und Brunsbüttel, ist die aktuelle Personalsituation nach Angaben eines Sprechers gut. "In den Westküstenkliniken arbeiten rund 2700 Mitarbeiter. Das sind in etwa 100 mehr als noch vor einem Jahr." Den stärksten Zuwachs habe es im vergangenen Jahr im Pflegedienst gegeben. Es gebe zudem freie personelle Kapazitäten durch abgesagte planbare Eingriffe und Umorganisationen im Haus. Darüber hinaus haben zahlreiche Teilzeitkräfte angeboten, ihre Stundenzahl zu erhöhen.

Außerdem hat die Kassenärztliche Vereinigung in der Region die niedergelassenen Ärzte in Dithmarschen angeschrieben und die Bereitschaft für einen Einsatz in der Klinik abgefragt. "Die Rückmeldungen waren zahlreich und positiv", sagte der Sprecher. Auf die Versorgung von Corona-Patienten habe sich das Klinikum intensiv und auch in Abstimmung mit den benachbarten Kliniken, den Behörden und niedergelassenen Ärzten vorbereitet. "Und wir entwickeln unser Angebot entsprechend fort."

Aktiv um Freiwillige hat das Westküstenklinikum noch nicht geworben. "Wir haben aber mittlerweile fast 50 Anfragen auf den unterschiedlichsten Wegen erhalten und werden jetzt ein Portal schaffen, um die Angebote zu kanalisieren und die Kräfte bei Bedarf gezielt ansprechen zu können."

Auch bei der IMLAND-KLINIK in RENDSBURG ist die Personalsituation gut. "Wir fühlen uns gut aufgestellt", sagte eine Sprecherin. Aktuell würden keine Freiwilligen eingesetzt. Die Planung sei, kurzfristig ein Kontaktformular mit festgelegten Parametern auf der Homepage bereitzustellen, um die Bereitschaft festzuhalten und auf Personenkreise bei Bedarf zurückkommen zu können. "Hierzu wird ein neue Emailadresse eingerichtet, an die Freiwillige ihre Unterstützung-Anfrage richten können." Eine aktive Akquise ist den Angaben zufolge zur jetzigen Situation nicht geplant. Unabhängig davon hätten sich die ersten Freiwilligen aus unterschiedlichen Bereichen selbstständig bei der Klinik gemeldet.

Am UNIVERSITÄTSKLINIKUM (UKSH) in KIEL und LÜBECK haben sich innerhalb weniger Tage mehr als 1000 Freiwillige gemeldet, die helfen wollen, wie ein Sprecher sagte. An den beiden Klinik-Standorten Kiel und Lübeck herrsche ein Klima von hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Fürsorglichkeit. "Das ist schon bemerkenswert."

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