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Verstärkte Polizeipräsenz am Osterwochenende

Kiel  

Verstärkte Polizeipräsenz am Osterwochenende

06.04.2020, 18:01 Uhr | dpa

Verstärkte Polizeipräsenz am Osterwochenende. Daniel Günther

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU). Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Polizei hat für das Osterwochenende erneut umfangreiche Kontrollen der Corona-Auflagen in Schleswig-Holstein angekündigt. "Die Landespolizei wird - wie auch an den vergangenen Wochenenden - eine verstärkte Präsenz zeigen und vermehrt mit Streifen unterwegs sein", sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor Henning Nebbe der Deutschen Presse-Agentur. Ob und in welcher Form die Einsätze zu Ostern weiter ausgeweitet würden, entscheide sich erst in den kommenden Tagen.

Am vergangenen Wochenende hatten Polizisten etliche Fahrzeuge kontrolliert und viele Ausflügler aus Hamburg wieder heimgeschickt. In Schleswig-Holstein gilt wegen der Pandemie ein Einreiseverbot für Touristen. Die Bürger verhielten sich meist einsichtig und kooperativ, sagte Nebbe. "Die meisten Regelverstöße können mit einer direkten Ansprache beendet werden. Wir kontrollieren anlassbezogen und mit Augenmaß."

Erhöhtes Kontrollaufkommen gebe es "im Bereich der Wedeler Elbmarsch und dem Übergang zur Insel Fehmarn", sagte Nebbe. "Nur vereinzelt sind Bürger wirklich uneinsichtig, insgesamt ist die Kooperationsbereitschaft und Einsichtigkeit der Bürger landesweit sehr groß!"

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte den Beamten am Montag für ihre Arbeit gedankt. Er stehe im direkten Austausch mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD). Beide Regierungschefs seien sich in dem Ziel einig, touristische Verkehre im Norden weitestgehend runterzufahren.

Im nördlichsten Bundesland sind mindestens 1678 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Laut Landesregierung waren bis Sonntagabend 40 Fälle mehr als am Vortag nachgewiesen. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf 20. Am Montag meldete die Stadt Kiel aber bereits den 21. Todesfall. Derzeit werden 156 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, ein Minus von 6 zum Vortag.

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