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Arbeitslosigkeit steigt im Norden wegen Corona-Krise weiter

Kiel  

Arbeitslosigkeit steigt im Norden wegen Corona-Krise weiter

03.06.2020, 02:50 Uhr | dpa

Arbeitslosigkeit steigt im Norden wegen Corona-Krise weiter. Zwei Personen stehen vor dem Logo der Agentur für Arbeit

Zwei Personen stehen vor dem Logo der Agentur für Arbeit. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Corona-Pandemie hat in Schleswig-Holstein auch im Mai deutlich auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit vom Mittwoch stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum April saisonunüblich um 5,4 Prozent auf 97 200. Der sonst übliche Frühjahrsaufschwung blieb wie bereits im April aus. Zum Mai 2019 betrug die Zunahme 23,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 6,2 Prozent, nach 5,0 Prozent im Mai des Vorjahres.

"In Schleswig-Holstein sind auch im Mai die Spuren, die die Corona-Pandemie auf dem Arbeitsmarkt hinterlässt, deutlich sichtbar", sagte die Regionalchefin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. Erneut habe es einen saisonal atypischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen gegeben. "Auch in den kommenden Monaten erwarte ich einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit", sagte Haupt-Koopmann.

Die Unternehmen fragen im Norden deutlich weniger Personal nach. "So sind insbesondere Stellenmeldungen aus der Zeitarbeit, dem Gastgewerbe und dem Gesundheits- und Sozialwesen massiv zurückgegangen", sagte Haupt-Koopmann. Seit Jahresbeginn wurden den Arbeitsagenturen 22 400 sozialversicherungspflichtige Jobs gemeldet. Das waren 6900 oder 23,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Mittlerweile haben 28 700 Betriebe für 328 800 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Das sind nach Angaben der Arbeitsagentur 36,1 Prozent aller Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Haupt-Koopmann wertete die Entwicklung als positives Signal: "Diese Anzeigen sind für mich ein Zeichen dafür, dass die Betriebe - trotz der tiefgreifenden Krise - Arbeitsplätze sichern und ihre Fachkräfte halten wollen."

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