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Jugendliche im Norden wollen in der Schule mehr mitreden

Kiel  

Jugendliche im Norden wollen in der Schule mehr mitreden

10.09.2020, 12:41 Uhr | dpa

Viele Jugendliche in Schleswig-Holstein fühlen sich nicht in Entscheidungen ihrer Schule eingebunden. In einer Befragung des Kinderschutzbundes mit mehr als 1000 Beteiligten äußerten 42 Prozent diese Kritik. Damit hätten die Jugendlichen beim Thema Mitbestimmung den Schulen ein sehr schlechtes Zeugnis ausgestellt, sagte die Landesvorsitzende Irene Johns am Donnerstag in Kiel. Die Beteiligungsstrukturen an den Schulen seien unzureichend. Gerade in der Corona-Zeit wäre es sinnvoll gewesen, bei der Umsetzung des Homeschoolings Schüler einzubeziehen. Es habe an den Schulen keine einheitlichen Ideen gegeben, wie der Unterricht während der Schulschließungen weitergehen sollte.

In der Corona-Zeit hätten auch die Schülervertretungen keine Informationen bekommen, wie es an den Schulen weitergehen soll, sagte Lorenzo Schüller vom Jugendrat des Kinderschutzbundes. Die Lehrer seien während der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens unter sich geblieben. Der Jugendrat hatte vom 23. Juni bis zum 12. August per anonymem Online-Fragebogen Jugendlichen im ganzen Land vom Alter von 14 bis 19 Jahren 69 Fragen gestellt. 95 Prozent waren Schüler.

39 Prozent gaben an, seit der Corona-Krise sei der Schuldruck größer geworden. Jeder fünfte Schüler bekundete Angst, mit dem Schulstoff nicht hinterzukommen. "Und nur knapp der Hälfte kann jemand zuhause gut oder sehr gut bei den Hausaufgaben helfen", sagte Jugendratsmitglied Emma Louisa Döhler.

Die Umfrage ergab auch, dass sich 83 Prozent der Jugendlichen sich in ihrer Familie wohl fühlen. 84 Prozent bezeichneten die Beziehung zu ihren Eltern als gut oder sehr gut. "Das ist für uns eine schöne Überraschung", sagte Schüller. "Allerdings hat sich für fast ein Drittel die Beziehung innerhalb der Familie durch Corona verändert", erläuterte Schüller. "In einigen war die Situation angespannt und es gab Streit. Andere Familien sind enger zusammengewachsen." Jeder vierte Jugendliche äußerte, oft traurig zu sein.

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